DRK Presseinformationen https://www.drk-tafeln-wf.de de DRK Fri, 16 Jul 2021 04:12:33 +0200 Fri, 16 Jul 2021 04:12:33 +0200 TYPO3 EXT:news news-34 Fri, 25 Jun 2021 13:09:03 +0200 Babysprechstunde im Eberts Hof https://www.drk-tafeln-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/babysprechstunde-im-eberts-hof.html Am Montag, 5. Juli 2021, wird die erste Babysprechstunde im „Eberts Hof“ des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel in der Wolfenbütteler Innenstadt stattfinden. Die Beratung rund um das Thema Baby und Elternschaft richtet sich vorranging an benachteiligte Familien. Die Babysprechstunde wird jeden ersten Montag im Monat für rund zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr durch eine Familien-Kinderkrankenschwester angeboten. Dafür kooperiert das DRK mit der Fachstelle Frühe Hilfen, eine Abteilung des Jugendamts des Landkreises Wolfenbüttel. Am heutigen Mittwoch unterzeichneten beide Einrichtungen die Kooperationsvereinbarung.

„Im Eberts Hof vereinen wir viele soziale Beratungs- und Versorgungsangebote. Bereits jetzt unterstützen wir finanziell schwache Mütter aus Wolfenbüttel, die ihr erstes Baby erwarten, mit dem Projekt „Tafel packt Babytasche“. Mit der Babysprechstunde soll das bestehende Angebot für diese Zielgruppe niedrigschwellig im Rahmen einer Beratung in Fragen zur Pflege, Ernährung und Gesundheit der Säuglinge ergänzt werden“, erklärte Aline Gauder, hauptamtliche Leitung des Eberts Hof.

Das Angebot ist für die Familien gedacht, die bereits die Babytasche im Eberts Hof beziehen oder zur Tafel kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Beim Abholen der Babytaschen im Eberts Hof werden die Eltern auf das kostenlose Angebot aufmerksam gemacht.

„Für eine gesunde Entwicklung von Kindern ist das frühzeitige Erkennen von psychosozialen Belastungen rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung. So können wir die Bedürfnisse und Sorgen von jungen Familien erkennen und sie unterstützen. In einem persönlichen Gespräch können wir bei Bedarf auch auf weitere Angebote der Frühen Hilfen hinweisen“, sagte Bernd Retzki, Dezernent für Schule, Jugend und Soziales im Landkreis Wolfenbüttel.

„Eltern können hier alle Fragen zur Ernährung, etwa zum Stillen, zu Beikost oder Folgemilch stellen aber auch zu Schwierigkeiten beim Schlaf des Kindes und Fragen zur körperlichen oder motorischen Entwicklung“, so Tanja Lüning. Die Familien-Kinderkrankenschwester arbeitet als Fachkraft in den Frühen Hilfen.

Die Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Wolfenbüttel informiert und berät Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern und vermittelt ggf. weitere Hilfen. Die Angebote haben das Ziel, Kindern eine gute Entwicklung zu ermöglichen und Eltern im Alltag zu unterstützen. Zu den Angeboten gehören die Baby-Begrüßung, die Koordination von Familienhebammen, Beratungen für Eltern mit Babys und Kleinkindern und Sprechstunden für (werdende) Eltern im Klinikum Wolfenbüttel so wie im Eberts Hof. Mehr unter www.lkwf.de/frühehilfen
 

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news-33 Fri, 09 Apr 2021 13:47:52 +0200 Lions in der Tafel https://www.drk-tafeln-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/lions-in-der-tafel.html Gern gesehene Spender kamen jetzt in die DRK-Tafel am Großen Zimmerhof in Wolfenbüttel. Die Mitglieder des Lions-Clubs Herzog August haben sich zu verlässlichen Stammgästen entwickelt – und stets stehen die Kinder der Tafelkunden im Mittelpunkt ihrer Ideen.

"Tatsächlich sind wir schon viele Jahre dabei", erzählte Martin Roßa. Der Wolfenbütteler Anwalt ist Past-Präsident des Clubs und amtierender Präsident des Lions-Hilfswerks Ernst-August e.V. Zunächst ging es darum, den Kindern bei gemeinsamen Ausflügen mit Grillen, Spielaktionen und viel Spaß eine schöne Zeit zu vermitteln. "Seit das wegen der Pandemie nicht mehr möglich ist, kaufen wir den Kindern für die vorgesehene Summe etwas Sinnvolles", sagte Markus Nordt, der amtierende Club-Präsident.

Damit die Aktion besonders sinnvoll wird, hält die Gruppe rechtzeitig Rücksprache mit Juliane Liersch, die Leiterin im DRK-Tafelladen "Eberts Hof". "Diesmal hat sie sich 80 qualitätvolle Rucksäcke gewünscht", berichtete Ralph Bosse, der Lions-Mitgliedsbeauftragte. Außerdem packten die Spender noch jeweils eine Alu-Trinkflasche und etwas österliche Schokolade in jeden Rucksack.

"Das ist alles wieder ganz toll", freute sich Juliane Liersch gemeinsam mit Mitarbeiterin Susanne Smyczek. Die Partnerschaft mit den Lions währe nun schon deutlich länger als zehn Jahre. "Diese lange Treue beeindruckt uns immer wieder und ist deswegen so hilfreich, weil sie jedes Mal auf unsere Wünsche eingehen – ob es die Ausflüge waren oder Schulmaterial oder Ranzen."

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news-30 Thu, 11 Feb 2021 09:56:24 +0100 Firma Sefin spendet 1000 FFP2-Masken an Bedürftige https://www.drk-tafeln-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/firma-sefin-spendet-1000-ffp2-masken-an-beduerftige.html Die Geschäftsleute Stefan Owschinsky und Markus Packebusch möchten mit ihrer Spende etwas Gutes tun. Mit einer gewissen Wut im Bauch erschienen Stefan Owschinsky und Markus Packebusch in der Tafel des DRK Wolfenbüttel. Eigentlich wollten die beiden Geschäftsleute aus Braunschweig (Firma Sefin) den bedürftigen Tafel-Kunden 1000 FFP2-Masken spenden. Doch dann mussten sie erstmal ihrem Unmut Luft machen: "Wir haben uns zur Spende auch darum entschlossen, weil uns der aktuelle Marktpreis dieser Schutzmasken ärgert." Der Preis habe sich aufgrund großer Nachfrage derart nach oben entwickelt, dass gerade bedüftige Menschen keine Chance hätten, sich im gebotenen Maße damit zu versorgen.

"Das ist schändlich und zeugt von einer schwer erträglichen Raffgier", fand Owschinsky klare Worte. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Sefin GmbH, einem Großhandel für Reiningungs- und Desinfektionsmittel, deren Spender sowie Atemschutzmasken und andere Arbeitsschutzartikel. "Wir wissen also in etwa, was auf dem Markt vorgeht", erklärte auch Markus Packebusch, der Sefin-Vertriebsleiter. "Denn auch die Preise für Desinfektionsmittel haben sich ungut entwickelt."

Schon zu Beginn der Corona-Krise habe sich das Unternehmen darum entschlossen, Desinfektionsmittel selbst herzustellen. "Weil plötzlich alles Material nur noch zu hohen Preisen an Krankenhäuser geliefert wurde, aber niemand mehr an die Reinigungskräfte und ihren Bedarf gedacht hat." Dieser Vorstoß der Unternehmer sei ausgesprochen gut angekommen bei den Kunden.

Was Stefan Owschinsky besonders ärgert: "Systemrelevante Produktionen sind in Deutschland noch nicht angelaufen. Wir sind noch immer sehr abhängig von den Lieferungen der Grundstoffe aus dem Ausland." Andere Länder hätten da ganz anders reagiert auf den Mangel. "Taiwan beispielsweise hat sofort auf breiter Front die Eigenproduktion angeschoben."

Nun wollten beide Geschäftsleute mit ihrer Spende etwas Gutes tun. "Durch Corona geht es vielen Menschen nicht mehr so gut wie vorher, doch es gibt auch viele, die gut durch die Krise kommen – von denen sollten einige mal häufiger an die Bedürftigen denken." Die Braunschweiger hatten in der Zeitung von den Bemühungen des DRK Wolfenbüttel gelesen, den Tafel-Kunden eine Grundausstattung an FFP2-Masken anzubieten. "Dabei wollen wir gerne helfen."

"Das ist eine großartige Sache", freute sich Juliane Liersch, die Leiterin der DRK-Einrichtung Eberts Hof im Großen Zimmerhof. Diese Spende helfe dem Roten Kreuz wieder ein paar Schritte weiter. "Ich befürchte ja, dass der Bedarf an Masken uns und unsere Kunden noch eine geraume Zeit begleiten wird."

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news-29 Wed, 03 Feb 2021 17:37:33 +0100 5000 FFP2-Masken für bedürftige Menschen https://www.drk-tafeln-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/5000-ffp2-masken-fuer-beduerftige-menschen.html So zieht eine gute Tat immer weitere Kreise: Als Stefan Schulze kürzlich in der Zeitung von den Aktivitäten der Curt Mast Jägermeister Stiftung im Rahmen einer Maskenspende las, zögerte er nicht lange. "Ich habe einfach mal angerufen und gefragt, ob wir nicht auch was zusammen machen wollen." Die Stiftung wollte, und so mündete die neue Kooperation in einem gemeinsamen Termin in den Räumen der DRK-Tafel. Dort wurden jetzt 5000 FFP2-Masken für bedürftige Menschen gespendet.

Der Clou: Mit Stefan Schulze (Vertrieb) betreibt Dewei Huang (Geschäftsführer der Depha GmbH) die Firma Canning Europe mit drei weiteren Partner – in Wolfenbüttel! Sie fertigen die Masken im Kuba-Gebäude an der Lindener Straße 15. "Die Entscheidung für Wolfenbüttel fiel sozusagen im Eilverfahren", erzählt der Chinese. Als klar war, dass es in der Lessingstadt die erforderlichen Räume gab, traf er vor 40 Tagen die Entscheidung. "Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde die Maschine geliefert, und schon eine Woche später startete unsere Produktion."

Seitdem stellt Canning Europe eigenen Angaben zufolge pro Monat eine Million FFP2-Masken her. "Von der Filtrationsstärke her haben wir sogar fast FFP3-Standard erreicht, der bei 99 Prozent liegt", erzählt Vertriebler Schulze. Die nächste Maschine stehe bereits in Frankfurt und werde in Kürze geliefert. "Wir wollen bald in die Herstellung von Kindermasken einsteigen, denn um die Kleinen kümmern sich bisher nur wenige." Dabei stehe fest, dass Kindern die Masken für Erwachsene nicht optimal passen.

Manja Puschnerus vom Vorstand der Stiftung zeigte sich ganz begeistert von dieser Erfolgsgeschichte. "Wir waren sofort dabei als es darum ging, nun Masken für Bedürftige zur Verfügung zu stellen", sagte sie in Eberts Hof, dem Tafelladen des DRK-Kreisverbandes. Dort ging es um Kartons mit insgesamt 5000 Masken: "Davon haben 1500 die Hersteller gespendet, weitere 3500 hat die Stiftung gekauft – dankenswerterweise zu einem Vorzugspreis", lobte Manja Puschnerus die Jungunternehmer.

Eine ganze Reihe von Institutionen komme jetzt in den Genuss der Spende. "Wir haben einen Rundruf gestartet und einige Rückmeldungen erhalten." So wurden für das Obdachlosenheim 155 Masken geordert, die Suppenküche bekommt für ihre Kunden 455 Masken. Der Rest teilt sich auf in die Tafeln Wolfenbüttel (DRK), Schladen (DRK) und Schöppenstedt (AWO). "Das ist ein Traum", freute sich Juliane Liersch von der DRK-Tafel. "Endlich können wir alle unsere Kunden großzügig ausstatten."

Zunächst soll jeder Bedürftige in den Einrichtungen sieben Masken bekommen, denn ihre Haltbarkeit ist je nach Nutzungsgrad begrenzt. "Die verbleibenden der 5000 Masken sind für eventuelle Abholer außerhalb des Tafelkreises bestimmt", erklärte die Stiftungssprecherin. Schließlich sei nicht jeder Bedürftige automatisch ein Kunde der Tafel. "Wir wollen aber sichergehen, dass sich niemand übergangen fühlt."

Nach den Katstrophen der vergangenen Jahre (Hochwasser, erster Lockdown für Schulkinder ohne IT-Ausrüstung) stellt die Stiftung damit erneut unter Beweis, dass sie schnell reagieren kann, wenn sie gebraucht wird. "Neben den Zuwendungen, die wir jedes Jahr auf Antrag verteilen, haben wir noch einen kleinen Topf für spontane Hilfen", verdeutlichte Manja Puschnerus. "Wir wollen eben auch unbürokratisch helfen können, wenn Not am Mann ist." Vor daher sei ein Nachschlag in Sachen Masken-Spende für Bedürftige denkbar, wenn die Corona-Gefahr anhalte.

Das ist durchaus im Sinne der Jungunternehmer von Canning Europe, die gerne etwas für ihre neue Heimat tun wollen. "Zunächst startet dieser Tage unser Werksverkauf an der Lindener Straße", berichtet Stefan Schulze. Jeder Kunde sei willkommen, die benötigte Stückzahl sei egal. Wer vorher anrufen wolle, könne das gern machen unter 05331/703 67 32. Diese Nummer ist übrigens auch offen für Bewerbungen. "Wir suchen dringend Maschinenführer und Mitarbeiter in der Qualitätsüberwachung." So kann die gute Tat weiter gute Kreise ziehen.

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news-24 Fri, 15 Jan 2021 18:18:00 +0100 Tafel kooperiert mit Restaurant Le Bosphore https://www.drk-tafeln-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/tafel-kooperiert-mit-restaurant-le-bosphore.html Mit einem tollen Vorschlag trat jetzt Suer Tekin an das Rote Kreuz heran. Der türkische Gastronom schlug dem DRK-Kreisverband Wolfenbüttel ein Gutschein-System vor, das vor allem den Kunden der Tafel zugute kommen würde. Zweiter Nutznießer seien Wolfenbütteler Gastronomen und Geschäftsleute. "Ich würde mich freuen, wenn ganz viele Betriebe mitmachen."

Suer Tekin betreibt an der Ecke Krambuden/Stadtmarkt das Restaurant Le Bosphore – im Moment coronabedingt nur als Imbiss. Seine Idee: Wolfenbütteler können bei ihm Gutscheine zu fünf Euro das Stück kaufen, die dann in die Sammeldose des DRK gesteckt werden. Tafel-Mitarbeiter leeren die Dose regelmäßig und verteilen die Gutscheine unter den registrierten Tafelkunden, die sich ihre Lebensmittel in der Tafel im Eberts Hof (Großer Zimmerhof) abholen.

"Ein solches System gibt es schon seit vielen, vielen Jahren in der Türkei", erzählt der 52-Jährige. Wer dort zum Beispiel beim Bäcker drei Brote hole, bezahle oft noch zwei mehr für Bedürftige. "Es gibt sogar einen Begriff dafür: die hängenden Brote." Wer Hunger habe, sich aber kein Brot leisten könne, schaue beim Bäcker nach, was an den betreffenden Haken hänge. "Nach diesen Broten wird er fragen."

Das nun von ihm erdachte System der Gutscheine hat weitere Vorteile. Erstmal ist es steuerlich wasserdicht, denn die Einnahmen werden offen angegeben. Außerdem ist es schlank und unbürokratisch. "Vor allem aber braucht sich niemand zu schämen, wenn er gespendetes Essen holt", betont Tekin, "denn er bezahlt ja mit Gutscheinen." Dass eine gewisse Anonymität der Gefahr einer Stigmatisierung entgegenwirke, hatten auch Tafelverbände stets betont.

"Das ist ein toller Anstoß", freute sich Aline Gauder von der Tafel. "Auf diese Weise erhalten unsere Kunden eine extra-Gabe, und auch den Gastronomen wird geholfen." Suer Tekin hat vor allem im Auge, dass diese Hilfe schon sehr schnell ins Rollen kommen könnte. Er will am Dienstag, 8. Dezember, mit den Sammeldosen und den Gutscheinen starten. Und er kündigt an: "Die ersten Gutscheine werde ich gleich mal selbst einwerfen."

Den nächsten Schritt hat er auch schon vor Augen: "Im Grunde kann jedes Geschäft mitmachen." An den Türen sollten dann Aufkleber darauf hinweisen, dass es drinnen Gutscheine für Bedürftige gibt. "Ich stelle mir vor, dass auf diese Weise das Wir-Gefühl in der Innenstadt wächst." Den Spendern winke im Übrigen ein gutes Gewissen. "Bei dieser Aktion kann es eigentlich nur Gewinner geben."

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