DRK Presseinformationen https://www.drk-tafeln-wf.de de DRK Sun, 29 May 2022 06:32:26 +0200 Sun, 29 May 2022 06:32:26 +0200 TYPO3 EXT:news news-44 Fri, 27 May 2022 13:46:00 +0200 Spende Round Table /aktuell/presse-service/meldung/spende-round-table.html Sozusagen "Alte Bekannte" begrüßte Juliane Liersch jetzt in der Tafel des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Die Round-Tabler Wolfenbüttel-Salzgitter (112) gehören seit Jahren zu den eifrigsten Spendern für jene Bedürftigen, die sich das Notwendigste aus der Rotkreuz-Einrichtung am Großen Zimmerhof 29 (im Eberts Hof) abholen. Diesmal kamen RT-Präsident Daniel Schmitt-Monreal und Adrian Möker mit Waren im Wert von 1100 Euro.

"Wir hatten wieder einigen Erfolg mit unseren Aktionen, wie zum Beispiel dem Gastro-Quartett", erzählte Schmitt-Monreal. Durch diese Verkäufe waren 1000 Euro zusammengekommen, die dann vom Edeka-Center Pacholski (Rehmanger) um zehn Prozent aufgestockt wurden. Außerdem packte der Markt mehrere Rollcontainer mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln. "Ich durfte sogar wieder eine Bedarfsliste zusammenstellen", freute sich Eberts-Hof-Leiterin Juliane Liersch bei der Übergabe.

Die Zusammenarbeit mit den Round Tablern empfindet sie als vorbildlich. Und auch der Service-Club selbst, in dem junge Männer bis 40 Jahren organisiert sind, freut sich stets über die gute Resonanz seiner Aktionen. "Seit drei Jahren starten wir beispielsweise in der Weihnachtszeit die Initiative 'Tüten für die Tafel' in Wolfenbüttel", erzählt Möker. Die habe sich zu einem Renner entwickelt. "Zuletzt konnten wir 500 Tüten verkaufen."

Der "Tisch" 112 habe nun von den Versorgungsengpässen der Tafel gehört, sagte Schmitt-Monreal. "Darum sind wir hier." Bei aller Freude kam Juliane Liersch aber nicht umhin, erneut auf die schwierige Lage der Tafel hinzuweisen. "Wir hoffen jeden Tag wieder, dass es reicht." Am Dienstag sei eine neue brisante Marke erreicht worden: "Erstmals betreuen wir 200 Familien aus der Ukraine." Das sei nicht nur problematisch, was die verfügbare Ware angeht. Ebenso herausfordernd sei die erste Anmeldung dieser Menschen: "Das ist schon wegen der Sprachbarrieren sehr zeitaufwändig." Die Tafel habe sich nun enschlossen, Neuanmeldungen ausschließlich Dienstags von 13.30 bis 15 Uhr anzubieten.

Die Gesamtzahl der Abholer entwickele sich ebenso rasant und liegen nun bei 1200 Menschen: "Noch vor kurzem kamen 35 Personen pro Tag, jetzt sind es 60." An einem Tag in der vorigen Woche wurde sogar die Zahl von 100 Abholern erreicht – übrigens liegt diese Steigerung längst nicht nur an den Flüchtlingen aus der Ukraine. "Wir sind eigentlich ganz froh, dass mittlerweile auch Rentner kommen, bei denen das Geld nicht reicht", erklärt die Tafel-Leiterin. Dafür seien natürlich die Preissteigerungen der vergangenen Wochen verantwortlich. "Bisher hatten diese Menschen eine hohe Hemmschwelle und große Leidensfähigkeit – ich bin froh, dass sie sich jetzt bei uns melden."

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news-43 Mon, 09 May 2022 13:14:00 +0200 Tafel packt Babytasche freut sich über Lagerfläche /aktuell/presse-service/meldung/tafel-packt-babytasche-freut-sich-ueber-lagerflaeche.html Aufatmen in Eberts Hof: Der Second-Hand-Laden mit angeschlossener Tafel-Abteilung des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel hat in unmittelbarer Nähe ein Ausweichquartier mit weiteren Lager-Kapazitäten gefunden. "Wir brauchten dringend eine Fläche, um die platzraubende Ausrüstung unserer Aktion ,Tafel packt Babytasche' unterbringen zu können", erklärte Juliane Liersch vom Roten Kreuz.

Sie wurde in der Stobenstraße 12 fündig – und somit in fußläufiger Entfernung zu Eberts Hof im Großen Zimmerhof 29. Das Allerbeste: Die „Grundstückgemeinschaft Schumacher Factorei GbR“ stellt dem DRK die Räume kostenlos zur Verfügung. "Ich bin froh, wenn diese 50 Quadratmeter wieder ein bisschen mit Leben erfüllt werden", erläuterte Sebastian Schumacher die Beweggründe bei der Schlüsselübergabe. Das historische Ensemble warte derzeit noch auf die Sanierung. "Bis dahin ist es schön, dass wir dem Roten Kreuz helfen können."

Juliane Liersch ist hocherfreut. "Jetzt können wir vieles von dem, was wir für Frauen und Kinder in Petto haben, hier einlagern." Von Kinderwagen über Laufställe, Bettchen bis hin zu Windelpaketen, Wäsche und Textilien hat sich einiges angesammelt. "Neben der erfreulichen Tatsache, dass man hier mit einem Lieferwagen vorfahren kann, punktet der Standort mit der Nähe zur Innenstadt", lobte die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof. Das DRK habe mehrere Angebote in der Peripherie von Wolfenbüttel gehabt. "Da draußen nützen uns Flächen aber nichts."

Mittlerweile wurde der Raum schon mal durchgefegt, und auch lockerer Putz wurde entfernt. "Bei dieser Gelegenheit wurden wir ganz oft von Spontanbesuchern angesprochen", erzählte Juliane Liersch. In der Stobenstraße gebe es erstaunlich viele Fußgänger. "Es waren auch viele Flüchtlinge unter den Fragenden, aber wir wollen an unserem Konzept festhalten: Die Ausgabe findet ausschließlich im Großen Zimmerhof statt – in der Stobenstraße ist nur ein Lager."

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news-42 Mon, 11 Apr 2022 11:49:32 +0200 Zahl der Bedürftigen steigt rasant: DRK-Tafeln brauchen mehr Lebensmittel /aktuell/presse-service/meldung/zahl-der-beduerftigen-steigt-rasant-drk-tafeln-brauchen-mehr-lebensmittel.html Heftig steigende Lebensmittel- und Energiepreise bescheren den DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel Zulauf in bislang unbekannten Ausmaßen. „Wir haben in den letzten zwei Wochen 60 neue Familien aufgenommen. So viele wie sonst in einem halben Jahr“, erklärt Tafelmitarbeiter Timo Franzka. Gleichzeitig gingen die Lebensmittellieferungen zurück, wie Juliane Liersch als Leitung der DRK-Tafel im Ebert’s Hof verdeutlicht. Als verlässlicher Rettungsanker in der Not brauchen die DRK-Tafeln in der aktuellen Krise nun selbst Hilfe – in Form von Lebensmitteln, Ehrenamtlichen und Finanzmitteln.

„Nach zwei Jahren Corona-Modus sind die Mitarbeitenden alle am Limit“, mach Liersch klar. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine kommen gleich mehrere neue Herausforderungen auf die Tafeln zu. Denn die Abholerinnen und Abholer müssen wegen der schieren Menge der Neuzugänge längere Wartezeiten als zuvor in Kauf nehmen, um dann wegen der Lebensmittelknappheit unter Umständen weniger Ware zu bekommen. „Das kann vereinzelt auch mal für Missmut, Unruhe und Ärger sorgen. Wir müssen da einfach um Verständnis bitten“, so erklärt Juliane Liersch.

Weitere Neukunden erwartet

Gestemmt wird die Arbeit von 40 Ehrenamtlichen und zwei hauptamtlichen Mitarbeitenden in Ebert’s Hof, sowie weiteren Kräften in der Verteilstelle am Exer und der Außenstelle in Schladen. Beim Personal, so Liersch, sei man im Moment gut aufgestellt – angesichts der noch zu erwartenden Ausmaße der Not freue man sich aber über jeden, der mit anpacken möchte. Insbesondere Fahrer zur Abholung von Lebensmitteln würden dringend gesucht.

60 Prozent mehr Arbeit als im Januar

Im Gegensatz zu Januar hat sich die Arbeitslast nach Einschätzung von Tafel-Mitarbeiter Timo Franzka um etwa 60 Prozent gesteigert. Wie zuvor selten, entstehen nun teilweise auch Schlangen, wie beispielsweise in der Außenstelle Schladen, während gleichzeitig die Warenlieferungen zurückgehen. „An langen Tagen“, so Franzka, „versorgen wir hier bis zu 80 Familien.“ Auf die Woche gerechnet, so ergänzt Liersch, bis zu 500 Personen: „Die Anmeldezahlen steigen ins Unermessliche.“ Franzka ist sich sicher, dass die Not noch größer wird: „Wenn das so weiter geht, werden wir immer weniger rausgeben können.“

Not überwindet Hemmschwellen

Die Menschen in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel leiden unter den steigenden Lebenshaltungskosten. Das macht sich bei der Tafel in großem Maße bemerkbar. Liersch: „Es kommen viele Einzelpersonen, Familien und Rentner, die sich wegen der aktuellen Lage ein Herz gefasst haben sich doch an die Tafelausgabe zu trauen.“ Denn für viele Menschen in Not sei der Gang zur Tafel immer noch ein Stigma. Gerade bei Rentnern liegt die Hemmschwelle laut Liersch sonst sehr hoch: „Die betrachten das immer noch als Betteln.“

Viele Geflüchtete unter den Neuzugängen

Hinzu kommen die Geflüchteten aus den Kriegsgebieten in der Ukraine, die in Wolfenbüttel Unterschlupf gefunden haben. Solange diese nicht in einer Einrichtung wie der Gemeinschaftsunterkunft Schöppenstedt oder der Okeraue untergebracht seien, hätten auch diese Familien Anspruch auf eine Lebensmittelversorgung – auch um Gastfamilien zu entlasten, die privat Räume zur Verfügung stellen. Hier sei die Sprachbarriere häufig ein Problem und zusammen mit dem hohen Andrang ein zusätzlicher Stressfaktor für die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel.

Wichtiger Lebensmittellieferant weggebrochen

Die Schließung von Karstadt in Braunschweig hätte die Wolfenbütteler Tafeln zu keinem schlechteren Zeitpunkt treffen können. Damit breche ein weiterer großer Spender weg. Auch andere Kooperationspartner hätten nicht mehr so viel Ware übrig, wie das üblicherweise der Fall war: „Vieles wird teurer und die Ware zugleich knapper, dadurch mehren sich die Hamsterkäufe. Aktuell fehlen ja sogar in den Supermarktregalen viele Waren. Für uns ist es dann natürlich besonders schwer, ausreichend Ware zu bekommen“, macht Aline Gauder, Leiterin der Ehrenamtskoordination beim DRK, klar. „Die Lebensmittelmärkte selbst sind auch bewusster geworden und kaufen nicht mehr so viel ein“, fügt Liersch hinzu.

Die DRK-Tafeln bringt das in eine schwierige Lage. Sie unterstehen dem Bundesverband, dessen Satzung nur die Nutzung von Lebensmitteln erlaubt, die ansonsten weggeschmissen würden. Nur in Notsituationen wie der jetzigen könne man vom Bundesverband die Freigabe erhalten, Lebensmittel einzukaufen, wie Gauder erklärt. Diese Lösung werde derzeit diskutiert.

Neue Kooperationspartner und Privatspenden benötigt

Vielmehr hoffe man – auch um dem Prinzip der Rettung von Lebensmitteln vor dem Abfall treu zu bleiben – auf neue Kooperationspartner unter den Lebensmittelhändlern in Wolfenbüttel. Auch Privatspenden seien jederzeit willkommen. Insbesondere frische Ware sei selten geworden. „Alles was Kühlware ist, sollte man aber dennoch wegen der Kühlkette bei Privatspenden außen vor lassen. Das können wir nicht überprüfen. Aber ein knapp überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum ist in der Regel kein Problem. Neben Konserven brauchen wir Säfte, Zucker, Mehl, Reis, Nudeln, Milch, Marmelade, Honig…“, zählt Timo Franzka auf. „Wer überlegt, Geld an die Tafel zu spenden, könnte dies alternativ auch über einen Einkaufsgutschein für ein Lebensmittelgeschäft spenden, die wir dann zum gezielten Warenkauf verwenden können“, ergänzt Gauder.

Energiekosten steigen auch für die Tafeln

Neben den für den Betrieb wichtigen Lebensmittelspenden seien auch Geldspenden weiterhin willkommen. Denn die Kosten für Strom, Heizen und Benzin steigen auch für die DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel, die ohnehin mit einem Defizit von bis zu 150.000 Euro im Jahr für das DRK zu Buche schlagen. Schließen werde das DRK die Tafeln aber auf keinen Fall, so sind sich alle einig: „Wir bleiben ein verlässlicher Partner. Die Läden verlassen sich darauf, dass wir Lebensmittel abnehmen. Diese Kontakte pflegen wir seit vielen Jahren“, verdeutlicht Gauder. „Wir wollen weiter für unsere Kunden da sein und Lebensmittel retten. Auch wenn die Auswahl für unsere Kunden aktuell knapper wird.“ Franzka abschließend: „Wir hoffen auf Verständnis für die Situation und bitten darum, etwas mehr Zeit und Respekt für unsere Arbeit mitzubringen. Wir tun weiterhin alles, was wir können.“

 

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news-41 Fri, 11 Feb 2022 12:32:00 +0100 15 Jahre DRK-Tafel: "Ein harmonierendes und gefestigtes System " /aktuell/presse-service/meldung/15-jahre-drk-tafel-ein-harmonierendes-und-gefestigtes-system.html Seit 15 Jahren können sich Bedürftige auf die Arbeit der DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel verlassen. Ursprünglich in Berlin mit dem Anspruch gegründet, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, sind die Tafeln heute Rettungsleine, Treffpunkt und Seelsorge für in Not Geratene geworden. Zum Jubiläum blicken Haupt- und Ehrenamtliche zurück und danken für die Spenden aus allen Richtungen, die den Betrieb der Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen ermöglichen.

In 15 Jahren wurden etwa 4.000 Bezugskarten für die zwei Tafel-Standorte ausgegeben. Aktuell (Stand: Ende 2021) versorgt die Tafel in der Wolfenbütteler Innenstadt regelmäßig 794 Kunden, die Tafel in Schladen 137. Ein Drittel davon, so  die Ehrenamtskoordinatorin des DRK Aline Gauder, seien Kinder. "Die Gründung der Wolfenbüttler-Tafel geht auf eine Anregung von damaligen Helferinnen der Suppenküche zurück, die sich an die Wohlfahrtsverbände mit dem Wunsch der Errichtung einer Tafel gewandt haben", berichtet Andreas Ring Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Nach einem halben Jahr Vorbereitung habe dann das DRK mit sehr begrenzten Mitteln die Tafel an den Start gebracht. "Die Tafeln und die Projekte die aus der Tafel entstanden sind bilden ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement in unserer Gesellschaft. Wir sind dankbar und stolz auf unser Tafelteam. Besonderer Dank gebührt natürlich unserer ehrenamtlichen Tafelleitung Juliane Liersch. Ohne das Gesicht der Tafel hätte sich die Einrichtung niemals so gut und komplex entwickeln können", lobt der DRK Vorstand. 

Eberts Hof und das glückliche Erbe

Eberts Hof am ‘Großen Zimmerhof 29’ in der Innenstadt ist heute die zentrale Anlaufstelle der DRK-Tafel im Landkreis. Dort laufen neben dem Verkaufsbetrieb in der vorgelagerten Second-Hand-Boutique auch verschiedene Projekte für benachteiligte Schüler und Eltern wie ”Tafel packt Babytasche“ und ”Tafel macht Schule“. 40 Ehrenamtliche und zwei hauptamtliche Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Der Name “Eberts Hof” geht zurück auf einen Spender aus Ahlum, der das DRK großzügig in seinem Testament bedachte.

"Das war ein großes Glück”, sagt Juliane Liersch, ehrenamtliche Leiterin der Tafel. Sie erinnert sich: "Ganz früher gab es mal nur die Tafel in der Harzstraße, und die Second-Hand-Boutique war ‘Im Kalten Tal’. 2013 sind wir dann zusammengezogen in den Räumen ‘Am alten Tore’.” 2018 stieß man auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten auf einen ehemaligen Supermarkt im ‘Großen Zimmerhof’. Die Renovierung habe “immens hohe Kosten” verursacht, wie Liersch betont. “Fenster, Heizung und Böden mussten erneuert und Wände eingezogen werden, um die Lebensmittelausgabe zu ermöglichen.“

Genau zu diesem Zeitpunkt starb Klaus Ebert, der das DRK in seinem Nachlass großzügig bedachte. Einen besonderen Grund für seine Wohltätigkeit habe er nicht angegeben.  Eine alte Grundig-Konzerttruhe aus dem Nachlass Eberts schmückt heute ebenso die Einrichtung wie sein Name.

Erfolgskonzept Boutique

Die Kombination aus der Boutique und der Tafel-Ausgabestelle habe sich bewährt, wie Gauder zu berichten weiß: “Der Hintergedanke mit dem Modell des Geschäfts vorne und der Tafel hinten im Laden war, dass die Leute nicht vor der Tafel anstehen, sondern in ein ganz normales Geschäft gehen und sich erst hinten anmelden“. Flankiert werde diese Diskretion durch ein in Wolfenbüttel erdachtes Terminsystem, wodurch Schlangen bei der Abholung vermieden werden. Auch sei es auf diese Weise möglich, den Bedarf im Voraus mit dem Angebot abzugleichen und gleich entsprechend viele Lebensmittel für alle Kunden zu portionieren.

Ursachen von Bedürftigkeit

Für viele, so Juliane Liersch, sei der Gang zur Tafel immer noch ein Stigma. Das diskrete Angebot in Eberts Hof senke die Hemmschwelle, die sonst groß sei. Liersch seufzt: ”Was uns Sorge bereitet ist, dass wir Rentner mit sehr kleiner Rente nicht im größeren Umfang erreichen. Sie betrachten das immer noch als Betteln.“

Gründe für die Bedürftigkeit gibt es viele – nicht nur Arbeitslosigkeit, sondern auch der Verlust des Lebenspartners, das Leben als alleinerziehender Elternteil, Probleme mit dem Aufenthaltstitel, eine schmale Rente und auch Geldprobleme im Studium können Ursachen sein. ”Ein schönes Erlebnis ist natürlich immer, wenn ein Tafelkunde kommt und sagt: ‘Ich habe einen Job gefunden und brauche eure Hilfe nicht mehr.’“ Die Dankbarkeit der Tafelkunden sei auch das, was viele in ihrer Tätigkeit dort als erfüllend sehen.

Die Gesichter der Tafel

So auch Susanne Smyczek, die seit der Gründung in Wolfenbüttel vor 15 Jahren hauptamtlich für die Tafel arbeitet. Gekommen sei sie damals für einen 1-Euro-Job, geblieben sei sie wegen der Menschen: ”Die Kunden sind unheimlich dankbar. Manchmal backt uns jemand einfach einen Kuchen, zeigt uns Fotos der Familie oder schickt uns Weihnachtskarten. Das ist sehr berührend.“

Das menschliche Gesicht der Tafel bewegt auch Ehrenamtliche wie Karin Jansen. Die Rentnerin ist seit vier Jahren dabei: ”Mein Mann ist verstorben und ich war alleine zu Hause. Da bin ich einfach reingegangen und hab gefragt, ob ich helfen kann.“ Geblieben sei sie aber nicht nur wegen der netten Kollegen und der tollen Kunden: ”Ich wohne in einem Haus mit vielen älteren Menschen. Hier beim DRK treffe ich auch jüngere Leute mit ganz anderen Gesprächsthemen.“

Auf der Suche nach Ehrenamtlichen

Die Suche nach Ehrenamtlichen geht jedoch weiter: Insbesondere in der ‘Alten Schule’ Schladen fehlt es an Man- und Womanpower. Dieser Standort konnte gerade im vorigen Jahr durch den Erlös aus der Lidl-Pfandspende renoviert und so zum ”Wohlfühlort“ gemacht werden. "Alle bisherigen Mitarbeiter haben sich hier sehr wohlgefühlt", unterstreicht der Ausgabe-Leiter Michael Hänschen. "Aber wir brauchen weitere Unterstützung, gerne direkt aus Schladen."

Die Möglichkeiten sich zu engagieren, beschränken sich nicht nur auf das Ehrenamt. Auch Freiwilligendienste und der sogenannte ”engagierte Ruhestand“ sind möglich. ”Es gibt Arbeitgeber, die sagen, dass ihre Mitarbeiter ohne Abstriche früher in den Ruhestand gehen können, wenn sie 1.000 Stunden in einer sozialen Einrichtung ableisten“, erklärt Gauder. ”Der ein- oder andere bleibt dann auch langfristig“, fügt sie hinzu. Wer dafür geeignet ist? ”Man muss Lust darauf und darf keine Berührungsängste haben“, rät die Ehrenamtskoordinatorin. ”Man muss einfach das Herz am rechten Fleck haben!“ Wer Interesse an einer Tätigkeit bei der Tafel hat, kann sich bei Juliane Liersch per Telefon unter 05331/948655 oder per E-Mail unter ehrenamtdrk-kv-wf.de melden.

Die aufwendige Logistik dahinter

Hinter der Arbeit mit den Kunden steckt auch die Logistik der Tafeln, die ihren Sitz am Exer 19 hat. Die Lebensmittelspenden werden dort zentral angeliefert und vorsortiert, bevor sie die Ausgabestellen erreichen. Dort sortieren es die Mitarbeiter je nach Tagesbedarf und angemeldeten Kunden in Kisten – ein Novum durch die Pandemie, das man beibehalten möchte. Der DRK-Betrieb der Tafeln sei durch die aufwendige Logistik, Mieten, Renovierungen, Instandhaltung und weitere Posten trotz kleinerer Erlöse aus dem Verkauf und Spenden defizitär. Das ”sei kein Geheimnis“, wie Liersch betont. Über hunderttausend Euro fließen jedes Jahr in diese sozialen Einrichtungen. Eine Förderung durch Stadt oder Landkreis erfolgt nicht.

Spenden, die ans Herz gehen

Doch der Ursprungsauftrag der Tafel, etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun, steht nach wie vor an erster Stelle. Das machen die Tafel-Verantwortlichen des DRK immer wieder deutlich. Gauder glaubt, dass es immer eine Berechtigung für die Tafel geben wird. Auch die Bedürftigkeit werde ja größer, wie Liersch zustimmend hervorhebt: ”Ein Wunsch wäre natürlich, dass es die Tafel nicht mehr braucht. Aber es wird immer Bedürftigkeit geben.“

Umso glücklicher sei man über Spenden und Erlöse aller Art aus Märkten, Vereinen und Serviceclubs. Doch auch viele private Spenden kommen – und die gehen manchmal ans Herz. ”Die Kindertagesstätte Hoppetosse hat über eine Weihnachtsaktion 200 Euro und einen unglaublich schönen Brief und gemalte Bilder zu uns gebracht“, erzählt Liersch und fährt fort: ”Eine der schönsten Privatspenden war am Anfang der Corona-Zeit. Da gab es ja diesen Kinderbonus und eine Familie hat gesagt, den brauchen wir nicht, unsere Kinder sind gesund.“ Das Geld habe man der Tafel zur Verfügung gestellt, und sich mit den Kindern vor Ort die Arbeit der Helfer zeigen lassen. Der Kindergarten Linden würde darüber hinaus in der Weihnachtszeit regelmäßig Lebensmittel sammeln, die Kinder verpacken diese dann und geben sie der Tafel.

Ein verlässliches Netzwerk

Was sich in den Jahren verbessert hat, so Gauder, sei das Bewusstsein in der Bevölkerung zum Thema Nachhaltigkeit. ”Deswegen sind die Spenden aber nicht weniger geworden“, so die Ehrenamtskoordinatorin. ”Wir haben uns ein gutes Netzwerk aufgebaut und können mit gewissen Spenden rechnen.“

Zwei Lebensmittelspender der ersten Stunde sind Jörg Pacholski vom Edeka-Center am Rehmanger und Carsten Richter von der Altstadtbäckerei Richter. Beiden seien die Lebensmittelspenden an die Tafel eine Selbstverständlichkeit, wie sie ohne nachzudenken sagen. Richter spende täglich Backwaren, weil ”wir das schon immer so machen“. Für ihn sei das soziale Engagement selbstverständlich, auch weil er selbst immer ehrenamtlich tätig war und es nach wie vor ist: ”Das Ehrenamt hat in unserer Familie Tradition. Es werden täglich so viele gute, essbare Lebensmittel weggeworfen, und die Tafel ist ein guter Weg, dem entgegenzuwirken und Bedürftigen damit zu helfen.“

Dieser Meinung ist auch Pacholski: ”Es nicht an die Tafel zu spenden, wäre einfach Lebensmittelverschwendung.“ So sei er auch ganz selbstverständlich Partner für die Tafel-Aktion des Serviceclubs Round-Table Wolfenbüttel-Salzgitter geworden, wobei 2020 zahlreiche Lebensmittelspenden für die Tafel zusammenkamen.

Ein Blick in die Zukunft

Dass die Tafel einmal nicht mehr benötigt wird, ist unwahrscheinlich. Für die Zukunft wünschen sich Juliane Liersch und die tafelerfahrene Susanne Smyczek weiterhin großzügige Spenden, und dass ”die Lebensmittelhändler einmal in sich gehen und sich für eine Zusammenarbeit mit der Tafel entscheiden.“ Es gebe noch viel zu tun, so die beiden Frauen einhellig. Auch die Akzeptanz der Tafel und ihrer Kunden müsse sich noch verbessern. ”Die Menschen sollten sich informieren, wieso gibt es die Tafel und wer sind die Kunden?" Dazu können sie gerne in den Eberts Hof kommen und sich dort informieren. „Dass sich mehr Menschen, die unsere Unterstützung benötigen, auch trauen, zu uns zu kommen“ sei weiterhin oberstes Ziel, so Gauder.

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news-40 Wed, 15 Dec 2021 09:08:00 +0100 Spende der diesjährigen Keksaktion /aktuell/presse-service/meldung/spende-der-diesjaehrigen-keksaktion.html Das weihnachtliche Kekse-Backen der Wolfenbütteler Wirtschaftsgespräche hat schon eine lange Tradition. Die hunderten Tütchen entstehen in der Backstube der Bäckerei Richter und gehen dann in den Verkauf – üblicher Weise legen die Mitglieder des Freundeskreises selbst Hand an bei der Herstellung und kaufen die Kekse dann, um sie vor Weihnachten zu verschenken. 

Den Erlös teilen die Geschäftsführer, Geschäftsleute und Selbständige dann unter verschiedenen sozialen Gruppen und Projekte in Wolfenbüttel auf.

"Soeben habe ich Ihnen 1000 Euro von den Wolfenbütteler Wirtschaftsgesprächen als Spende aus der diesjährigen Keksaktion 2021 überwiesen", schrieb jetzt Carsten Richter als Vorsitzender der Gruppe an Uwe Rump-Kahl. "Auch wenn das Kekse-Backen in diesem Jahr nur virtuell stattgefunden hat, hoffen wir, Ihnen mit dieser Spende bei Ihrer wertvollen Arbeit ein wenig zu helfen und würden uns freuen zu hören, wofür die Spende eingesetzt wurde."

Uwe Rump-Kahl als Geschäftsführer der DRK-inkluzivo GmbH freute sich sehr über die Spende, die komplett in die Finanzierung der Wolfenbütteler Tafel des Roten Kreuzes fließt. "Unterstützungen wie diese helfen uns sehr bei der Bewältigung unserer Aufgaben." Die dauerhafte Hilfe und die gute Zusammenarbeit mit den Wolfenbütteler Wirtschaftsgesprächen sei vorbildlich. "Unterstreichen möchte ich in diesem Zusammenhang, dass die Bäckerei Richter im ersten Corona-Lockdown unserer Tafel ihre gespendeten Backwaren bis vor die Tür gebracht hat – auch das hat uns bei der Versorgung der Bedürftigen sehr geholfen."

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news-39 Fri, 10 Dec 2021 10:05:00 +0100 Kinder packten Geschenke für Tafel-Kinder – und Erwachsene /aktuell/presse-service/meldung/kinder-packten-geschenke-fuer-tafel-kinder-und-erwachsene.html Eine schöne Aktion des Kindergartens „Kilindum“ aus Linden kommt den Abholern der Wolfenbütteler Tafel zugute. Juliane Liersch, ehrenamtliche Leiterin dieser Einrichtung des DRK-Kreisverbands, holte zusammen mit ihren Helfern jetzt mehr als 100 Weihnachtsgeschenke bei der Kindertagesstätte ab. Die Kinder haben mit ihren Eltern dieses Präsente für Kinder und Senioren gekauft und verpackt. „Wir weisen in der Zeit vor Weihnachten mit einem Aushang darauf hin, dass wir die Tafel-Abholer beschenken wollen“, erklärt die Kita-Leiterin Clarissa Henning.

Bei der Auswahl der individuellen Präsente und der Verpackung haben die Kleinen und ihre Eltern freie Hand. „So bekommen die Kinder ein Verständnis dafür, dass es auch Familien gibt, die sich keine Geschenke leisten können“, betont Henning.

Diese Aktion führt der Kindergarten schon seit 15 Jahren durch. Nachdem die Initiatoren von Juliane Liersch erfahren haben, dass es auch viele ältere Menschen gibt, die regelmäßig die Tafel besuchen und sich über ein paar schöne Sachen freuen würden, hat der Kindergarten die Aktion auch um Geschenke für Erwachsene erweitert.

„Es ist eine schöne Tradition – das ist nicht selbstverständlich. Ich freue mich für die Kinder und Senioren, die wir jetzt beschenken können“, sagt Tafel-Leiterin Juliane Liersch. Dafür habe sie mit ihrem Tafel-Team jetzt noch ausreichend Zeit. Die Tafel im Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) hat noch bis zum 23. Dezember geöffnet.

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news-38 Wed, 08 Dec 2021 11:54:00 +0100 DRK in Sickte unterstützt die Tafel /aktuell/presse-service/meldung/drk-in-sickte-unterstuetzt-die-tafel.html Rotkreuz-Aktion "Tafel macht Schule" freut sich über eine Spende von 1000 Euro. Zu einer schönen Tradition sind die vorweihnachtlichen Spenden des DRK-Ortsvereins Sickte geworden. Nutznießer ist seit einigen Jahren die Aktion "Tafel macht Schule", die der Rotkreuz-Kreisverband 2008 ins Leben gerufen hat.

"Wir sind uns im Vorstand einig, dass es wichtig ist, eine Initiative in unserer Region zu fördern", erklärte Margrit Weigelt bei der Scheckübergabe die Beweggründe der Sickter. Sie ist Vorsitzende des Ortsvereins und entschied auch diesmal, 1000 Euro an den Kreisverband zu geben. "Tafel macht Schule ist ein ausgesprochen schönes Projekt des Kreisverbands."

Dafür bedankte sich Juliane Liersch herzlich. Die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof, dem DRK-Tafelladen am Großen Zimmerhof in Wolfenbüttel, nahm den Scheck entgegen – passender Weise in der Sickter Schule. Und sie berichtete bei dieser Gelegenheit von ständig wachsenden Zahlen der Abholer. "Voriges Jahr haben wir 23 Schüler unterstützt, in diesem Jahr waren es schon 28." Mittlerweile kämen nicht nur Kinder zum Zuge, deren Bedürftigkeit sozusagen amtlich festgestellt worden ist. "Inzwischen erreichen uns auch Hilferufe aus verschiedenen Schulen direkt", sagte Juliane Liersch. "Da heißt es dann oft, wir haben hier eine Familie, die braucht dringend ihre Unterstützung."

Die Hilfsprojekte des DRK sind vielfältig, doch bei "Tafel macht Schule" geht es in erster Linie um Kinder, die zur Einschulung ausgestattet werden müssen, weil die Eltern es nicht schaffen. "Wir kaufen aus den Spenden Ranzen, Schultüten und die erforderliche Ausstattung." Juliane Liersch war sich mit Margrit Weigelt einig, dass die Vorgaben der Schulen nach ganz bestimmten Stiften und Tuschkästen schwierig ist: "Jetzt sind wir gezwungen, ebenfalls diese hochwertige Ausstattung zu kaufen." Benachteiligung fange bei unterschiedlichem Material an. "Wer da schon mit schlechterer Ausrüstung startet, der wird sich schwer tun mit der Intregration in die Gemeinschaft."

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news-37 Mon, 25 Oct 2021 14:54:55 +0200 Ladies Circle spendet für "Tafel packt Babytaschen" /aktuell/presse-service/meldung/ladies-circle-spendet-fuer-tafel-packt-babytaschen.html Kaum eine Aktion des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel findet in der Bevölkerung solchen Widerhall wie "Tafel macht Schule" und "Tafel packt Babytaschen". Im ersten Projekt werden Erstklässler aus bedürftigen Familien mit einer Grundausstattung versehen – vom Ranzen bis zur Schultüte. Die Babytaschen hingegen sind ein Angebot für junge Neumütter, in finanzieller Notlage ein Starterpaket für ihr Baby beim Roten Kreuz in Eberts Hof am Großen Zimmerhof 29 abzuholen.

Die Resonanz unter den Abholern ist groß, und darum freuen sich die Rotkreuzler immer sehr, wenn ihnen Einzelpersonen oder Gruppen unter die Arme greifen. Am Donnerstag war es der Ladies Circle 26 Wolfenbüttel, der acht fertig gepackte Taschenpakete anlieferte. "Wir haben Anfang des Jahres im Corona-Lockdown überlegt, wem wir in diesem Jahr helfen sollen", erzählte Kirsten Imbriani, die Schatzmeisterin des Service-Clubs. Man habe sich auf die Obdachlosenhilfe und eben die DRK-Aktion geeinigt. "Die Aktion Wunschbaum unterstützen wir zu Weihnachten ohnehin."

Nach dieser Entscheidung machten sich die 13 aktiven Damen des Ladies Circle ans Werk und sammelten Spenden. "Wir haben in unserem Bekanntenkreis um Geld und Ausstattung gebeten", berichtete die Schatzmeisterin weiter, "das zog gerade über Social Media weite Kreise." Auf diese Weise kam einiges zusammen, "und was fehlte, hat unser Förderverein dazugekauft".

Stefanie Nörenberg war von dem Engagement des Ladies Circle begeistert und des Lobes voll für das Resultat: "Ich habe schon mal reingesehen, das sind lauter tolle Sachen." Die DRK-Mitarbeiterin freute sich auch darüber, dass die Taschen schon so schön vorsortiert worden waren. "Das erleichtert uns die Arbeit enorm."

Ergänzt werden die Taschen durch selbstgestrickte Babydecken und -söckchen und genähte Hosen. Eberts-Hof-Leiterin Juliane Liersch ist auch im Strickkreis des DRK aktiv, in dem 22 Damen unglaublich produktiv sind: "Heiße Nadeln" nennt sich der Kreis von Frauen zwischen 39 und 94 Jahren – und allein in 2020 strickte er 800 Paar Socken. Auch Mützen Pullover und vieles andere wird zugunsten der Tafelprojekte gestrickt und verkauft.

Doch das Angebot für junge Mütter und ihre Kleinen reicht noch weiter. Immer am ersten Montag im Monat bieten DRK und Landkreis Wolfenbüttel gemeinsam eine Babysprechstunde im Eberts Hof. Von 14 bis 16 Uhr geht es um die Themen, die junge Neumütter interessieren, vom Stillen über das Schlafen bis zur Entwicklung des Kindes. Die Aktion ist ein Angebot der "Frühen Hilfen" das Landkreises und wird von einer Kinderkrankenschwester geleitet.

Möchten Sie mehr über das Projekt "Tafel packt Babytaschen" wissen oder spenden?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite "Tafel packt Babytaschen".

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news-36 Fri, 01 Oct 2021 10:45:50 +0200 Spende der Großen Schule /aktuell/presse-service/meldung/spende-der-grossen-schule.html Der Einschulungsgottesdienst für die fünften Klassen der Großen Schule fand vor einiger Zeit in der Trinitatiskirche statt. Das Resultat der Kollekte hingegen fand am heutigen Freitag einen dankbaren Abnehmer: Vor dem Wolfenbütteler Gymnasium freute sich Juliane Liersch von der DRK-Tafel über eine Spende von 190 Euro. "Die Schülerinnen und Schüler des Religionskurses hatten den Gottensdienst gestaltet", berichtete Dr. Ute Krause, die Schulleiterin am Rosenwall. Nach der Veranstaltung, die vom Teenie-Chor musikalisch umrahmt wurde, durften die Organisatoren selbst entscheiden, wohin der Erlös fließen sollte. "Sie haben direkt an die Tafel gedacht", sagte Lehrer Frank Stuhlmann.

Beide Pädagogen lobten zudem das Engagement der beteiligten Gruppe: "Sie mussten am Tag der Einschulung sehr früh aufstehen, denn ab 7 Uhr waren sie in der Kirche aktiv." Nebenbei berichtete die Schulleiterin davon, wie überaus diszipliniert gerade die jüngsten Schüler die Masken tragen, wo es der Kampf gegen Corona erfordert: "Das ist großartig, und wir sind alle wirklich begeistert im Kollegium."

Begeistert war auch Juliane Liersch vom Roten Kreuz, dessen Kreisverband die Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen betreibt: "Wir haben ja eine ganze Fülle von Projekten, für die wir diese Spende verwenden könnten, aber wir folgen natürlich gern dem Wunsch der Spender, damit unsere Aktion 'Tafel macht Schule' zu unterstützen." Gerade kürzlich zur Einschulung der Erstklässler habe das DRK wieder 30 ABC-Schützen aus bedürftigen Familien mit der Ausrüstung für die erste Klasse ausstatten können. "Und wenn man weiß, dass diese Ausrüstung nicht ganz billig ist, dann ist auch klar, wie sehr uns die Spende der Großen Schule hilft."

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news-35 Fri, 03 Sep 2021 09:32:05 +0200 Tafel versorgt 30 Erstklässler aus bedürftigen Familien mit Schulmaterial /aktuell/presse-service/meldung/tafel-versorgt-30-erstklaessler-aus-beduerftigen-familien-mit-schulmaterial.html Die Aktion „Tafel macht Schule“ des DRK war wieder ein großer Erfolg. Viel Gewusel und große Freude herrschten jetzt bei der Tafel Wolfenbüttel, einer Einrichtung des DRK-Kreisverbandes, als 30 Kinder ihre Ranzen, Schultüten und Materialien für den Schulstart aussuchten. Die Aktion „Tafel macht Schule“ versorgt jedes Jahr - inzwischen zum 14. Mal - werdende Erstklässler aus bedürftigen Familien mit diesem „Starterpaket“.

„Uns ist es wichtig, dass kein Kind benachteiligt wird“, betont Juliane Liersch, Leiterin des Eberts Hof, in dem sich die Tafel befindet. Jedes Kind konnte sich aus der Auswahl an neuen Ranzen und Schultüten mit unterschiedlichen Motiven etwas aussuchen. „Die Eltern sollen währenddessen draußen warten, damit die Kinder sich in Ruhe entscheiden können und das nehmen, was ihnen gefällt“, betont Liersch. Stolz und voller Vorfreude auf die Einschulung trugen die Kinder ihre neue Ausstattung aus den Tafel-Räumen.

Neben den Ranzen und den mit Süßigkeiten sowie Spielzeug prall gefüllten Schultüten erhielt jedes Kind eine Einkaufstasche mit notwendigem Schulmaterial: zum Beispiel Tuschkästen, Trinkflaschen und Federmappen. Diese Gesamtpakete hätten jeweils etwa einen Wert von 300 Euro.

„Wir haben für die Aktion eine Menge Spenden erhalten. Einige haben bis zu 500 Euro auf einen Schlag gegeben“, freut sich Liersch und richtet ihren Dank an alle Unterstützer. Zuvor war im Großen Zimmerhof 29 über mehrere Wochen eine Girlande im Schaufenster aufgehängt, auf der Fotos von Sachen abgebildet waren, die für die Aktion benötigt werden: darunter beispielsweise Malblöcke und -Stifte.

„Das ist sehr gut angekommen. Unsere Spender waren froh darüber, so konkrete Ideen zu bekommen, was sie kaufen könnten, um den Schulkindern der Tafel-Abholer etwas Gutes zu tun“, berichtet Aline Gauder, hauptamtlich für die Tafel verantwortlich. Auf diese Weise und mit den zahlreichen Geldspenden konnten die Erstklässler unter den Tafel-Kindern aus Wolfenbüttel und Schladen, wo die Tafel eine weitere Ausgabestelle betreibt, ausgestattet werden.

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news-34 Fri, 25 Jun 2021 13:09:03 +0200 Babysprechstunde im Eberts Hof /aktuell/presse-service/meldung/babysprechstunde-im-eberts-hof.html Am Montag, 5. Juli 2021, wird die erste Babysprechstunde im „Eberts Hof“ des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel in der Wolfenbütteler Innenstadt stattfinden. Die Beratung rund um das Thema Baby und Elternschaft richtet sich vorranging an benachteiligte Familien. Die Babysprechstunde wird jeden ersten Montag im Monat für rund zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr durch eine Familien-Kinderkrankenschwester angeboten. Dafür kooperiert das DRK mit der Fachstelle Frühe Hilfen, eine Abteilung des Jugendamts des Landkreises Wolfenbüttel. Am heutigen Mittwoch unterzeichneten beide Einrichtungen die Kooperationsvereinbarung.

„Im Eberts Hof vereinen wir viele soziale Beratungs- und Versorgungsangebote. Bereits jetzt unterstützen wir finanziell schwache Mütter aus Wolfenbüttel, die ihr erstes Baby erwarten, mit dem Projekt „Tafel packt Babytasche“. Mit der Babysprechstunde soll das bestehende Angebot für diese Zielgruppe niedrigschwellig im Rahmen einer Beratung in Fragen zur Pflege, Ernährung und Gesundheit der Säuglinge ergänzt werden“, erklärte Aline Gauder, hauptamtliche Leitung des Eberts Hof.

Das Angebot ist für die Familien gedacht, die bereits die Babytasche im Eberts Hof beziehen oder zur Tafel kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Beim Abholen der Babytaschen im Eberts Hof werden die Eltern auf das kostenlose Angebot aufmerksam gemacht.

„Für eine gesunde Entwicklung von Kindern ist das frühzeitige Erkennen von psychosozialen Belastungen rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung. So können wir die Bedürfnisse und Sorgen von jungen Familien erkennen und sie unterstützen. In einem persönlichen Gespräch können wir bei Bedarf auch auf weitere Angebote der Frühen Hilfen hinweisen“, sagte Bernd Retzki, Dezernent für Schule, Jugend und Soziales im Landkreis Wolfenbüttel.

„Eltern können hier alle Fragen zur Ernährung, etwa zum Stillen, zu Beikost oder Folgemilch stellen aber auch zu Schwierigkeiten beim Schlaf des Kindes und Fragen zur körperlichen oder motorischen Entwicklung“, so Tanja Lüning. Die Familien-Kinderkrankenschwester arbeitet als Fachkraft in den Frühen Hilfen.

Die Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Wolfenbüttel informiert und berät Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern und vermittelt ggf. weitere Hilfen. Die Angebote haben das Ziel, Kindern eine gute Entwicklung zu ermöglichen und Eltern im Alltag zu unterstützen. Zu den Angeboten gehören die Baby-Begrüßung, die Koordination von Familienhebammen, Beratungen für Eltern mit Babys und Kleinkindern und Sprechstunden für (werdende) Eltern im Klinikum Wolfenbüttel so wie im Eberts Hof. Mehr unter www.lkwf.de/frühehilfen
 

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