DRK Presseinformationen https://www.drk-tafeln-wf.de de DRK Wed, 01 Feb 2023 23:30:04 +0100 Wed, 01 Feb 2023 23:30:04 +0100 TYPO3 EXT:news news-57 Mon, 16 Jan 2023 08:46:00 +0100 Strickdamen überreichen 4000 Euro an Projekte der DRK-Tafel /aktuell/presse-service/meldung/strickdamen-ueberreichen-4000-euro-an-projekte-der-drk-tafel.html Wo soll das enden? Schon wieder ein Rekord.  Jedes Jahr laden die "Heißen Nadeln" zu einer Spendenübergabe ein – und jedes Jahr erreichen sie dabei eine neue Rekordsumme. Diesmal verteilten die Strickdamen des DRK-Kreisverbandes stolze 4000 Euro. "Für nächstes Jahr peilen wir sogar 5000 Euro an", verkündete Christiane Kindziorra selbstbewusst.

"2022 war unser bestes Jahr überhaupt", erzählte Susanne Streiter, als sich eine Abordnung in Eberts Hof traf. Im dortigen Second-Hand-Laden des DRK (Großer Zimmerhof 29) fand die Geldübergabe statt. 25 Frauen haben ein Jahr lang gestrickt. Die Wolle zahlen sie dabei selbst, während der Verkaufserlös der guten Sache zugute kommt. "Unser Verkauf findet stets beim DRK-Weihnachtsmarkt und regelmäßig in Eberts Hof statt", erklärte Katrin Zimmermann.

Doch mittlerweile gebe es Stammkunden, die auch mal direkt Aufträge einreichen. "Wir haben uns schon einen gewissen Namen gemacht in der Region." Dabei hat jede der heißen Nadeln ihre eigenen Spezialität. "Natürlich kann jede von uns Socken stricken, und die werden auch am meisten gekauft. Aber auch Pullover mit schönen Motiven sind gar kein Problem."

Besonders beliebt in der Herstellung sind Babydecken und Babysöckchen. "Erstens beschaffen wir eigens dafür eine besondere, feine Wolle. Zweitens gehen diese Produkte direkt zu den Menschen, denen wir gerne helfen wollen", erklärt das Strick-Trio. Denn auch das hat Tradition: Je die Hälfte des Verkaufserlöses geht wie immer an die beiden DRK-Projekte "Tafel macht Schule" und "Tafel packt Babytasche".

Doch halt: Bei aller Begeisterung für den ehrenamtlichen Einsatz muss man ja in Deutschland immer auch an die Gleichberechtigung denken. Darum die Frage: Gibt es eigentlich keine strickenden Männer in Wolfenbüttel? "Nur im Internet", sagen die drei und müssen lachen. Dort seien die Herren zwar auch nicht allzu zahlreich vertreten, machten aber durch Strick-Videos und entsprechende Bücher auf sich aufmerksam. "Wir würden uns jedenfalls auch über männliche Neuzugänge freuen", sagen die "Heißen Nadeln".

Wer Interesse an einer Mitarbeit in der Gruppe hat – männlich oder weiblich – kann sich bei Juliane Liersch melden unter 0175/40 30 603.

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news-56 Fri, 23 Dec 2022 09:48:04 +0100 80 Weihnachtsbäume für die Tafel-Kunden /aktuell/presse-service/meldung/80-weihnachtsbaeume-fuer-die-tafel-kunden.html Wolfenbütteler spenden sogar ihre Energie-Pauschale für bedürftige Mitmenschen. Sandra Lorenz war zu Tränen gerührt: "Die Menschen haben sich so herzlich bei uns bedankt, dass mir das wirklich sehr nahe gegangen ist." Gemeinsam mit ihrem Partner, Kai Hortobagyi, war sie mit einem großen Anhänger voller Tannenbäume an der DRK-Tafel im Großen Zimmerhof 29 vorgefahren. 80 Stück standen für die bedürftigen Menschen kostenlos bereit.

Natürlich nicht einfach so. "Wir hatten vorher Chips an unsere Kunden ausgegeben", erzählten Tafelleiterin Juliane Liersch und Susanne Smyczek, ihre rechte Hand. "Sonst hätte sich ja jeder zufällige Passant einen Baum schnappen können." Schon deutlich vor dem eigentlichen Ausgabetermin war der Zimmerhof vor der Tafel voller Leute. Die Vorfreude angesichts der im Netz verpackten Tannen konnte man ihnen vom Gesicht ablesen.

Im Grunde basierte diese Spende auf einem Zufall. Kai Hortobagyi hatte sich in diesem Jahr erstmals an den Versuch herangewagt, in Vechelde einen Weihnachtsbaum-Verkauf zu starten. "Das war immer ein Traum von mir gewesen", erzählte seine Freundin Sandra Lorenz. Allerdings lief die Premiere noch nicht perfekt, der Forstbetrieb Hortobagyi blieb auf etlichen Bäumen sitzen. "Wir waren halt noch nicht so bekannt." Kurzerhand bot das Paar die schon gefällten, überzähligen Tannen den Tafeln in Peine und Wolfenbüttel an. "Wolfenbüttel war schneller", erzählte die Wolfenbüttelerin Sandra Lorenz und lacht.

Darum brachten sie nun 80 Bäume in die Lessingstadt, und fast alle gingen weg. Weitere sechs Stück lagern nun im Garten der Tafel, "für Spät-Abholer". Und die letzten werden noch zur Ausgabe der DRK-Tafel nach Schladen gebracht. "Das war eine richtig schöne Veranstaltung", freute sich später Juliane Liersch. Alles sei super gelaufen, und auch die Tafel-Bezieher hätten sich sehr diszipliniert verhalten. "Ein Dank geht auch an die Stadt, die das Befahren der Fußgängerzone für diesen einmaligen Fall völlig unbürokratisch und anstandslos genehmigt hat."

Fürs nächste Jahr könnte sich sich vorstellen, auch noch alkoholfreien Punsch anzubieten. Das würde den familiären Charakter des Treffens verstärken. Allerdings wird die Tafel dann auf die Hilfe der Firma Hortobagyi verzichten müssen. "Wir werden 2023 die Tafel in Peine beliefern", erklärte Sandra Lorenz. Dort sei sie im Wort. Im besten Fall brumme das Geschäft ja ohnehin derart, dass kaum Bäume übrig bleiben. "Mein Herzenswunsch ist, dass nächstes Jahr die Wolfenbütteler Baumhändler an die Wolfenbütteler Tafel denken und helfen", sagte sie abschließend.
Juliane Liersch ist derweil komplett beeindruckt von der Reaktion vieler Einwohner, nachdem nun mehrfach von den Engpässen bei der DRK-Tafel berichtet wurde. "Es ist einfach unglaublich, wie viele Menschen sich Gedanken machen, auf welche Weise sie uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen können." Als aktuelles Beispiel nannte sie eine ganze Zahl von Rentnern, die kamen und ihre vom Staat erhaltene Energie-Pauschale spendeten. "Sie erzählten, wir brauchen die nicht, also kann sie zur Tafel", schilderte sie den ungewöhnlichen Vorgang. "Man kann es nicht anders sagen: Der Zusammenhalt in Wolfenbüttel ist ganz bemerkenswert."

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news-55 Thu, 22 Dec 2022 09:21:17 +0100 Läufer haben ein großes Herz /aktuell/presse-service/meldung/laeufer-haben-ein-grosses-herz.html LC Blueliner läuft 500 Euro zusammen und spendet die Hälfte an die DRK-Tafel. Das hört man immer öfter: Was als Schnapsidee begann, entwickelte sich zu einer einträglichen Sache für den guten Zweck. So auch beim Spendenlauf des LC Blueliner Wolfenbüttel, der jetzt in eine Scheckübergabe für die DRK-Tafel mündete.
Markus Jähnel vom LC-Vorstand und Lauftreff-Leiter Michael Richter hatten 250 Euro dabei. "Das ist die Hälfte der Summe, die wir beim Spendenlauf eingeworben haben", erzählten die beiden dem Geschäftsführer der DRK-inkluzivo gGmbH, Uwe Rump-Kahl. Die andere Hälfte geht in einen Topf, der am Ende des Weihnachtsmarktes bei Hajos Feuerzangenbowle stets für das "Projekt der letzten Stunde" gespendet wird – dieser Empfänger ist also noch geheim.

Hintergrund dieser Kooperation: Hajo stammt aus Berlin, und zwischen den dortigen Mauerweg-Läufern und den Bluelinern hatte sich eine Freundschaft und daraus vor Jahren als Spaß ein "Lauf to Feuerzange" entwickelt. Im Laufe der Jahre wurde ein Spendenlauf daraus, dessen siebte Neuauflage am vorigen Samstag startete. "Wir haben ihn diesmal ausgeschrieben als Lauf für 25 Personen über 50 Kilometer", erzählte Organisator Richter. Die Plätze waren im Nu weg, "doch mittlerweile spenden sogar solche Sportler, die keinen Platz mehr bekommen haben."

Übrigens ist das ein Lauf mit Rundum-Betreuung: "Wir haben Pausenstationen mit Verpflegung eingerichtet", erzählten die Blueliner. Ihnen ging es darum, eine Möglichkeit für jene zu schaffen, die erstmals über eine lange Strecke laufen wollten. In der Gruppe gehe das einfach leichter, ohne Gegner, ohne Uhr. "Wir hatten sogar einen Fahrdienst dabei, so dass jeder bei Bedarf aussteigen konnte – und wieder einsteigen." Auf diese Weise wurden Ängste der Neulinge abgebaut.

Diesen Ansatz lobte Uwe Rump-Kahl ausdrücklich. "Sie haben Leute ins Laufen gebracht – und dann auch noch Geld für die gute Sache eingeworben: perfekt." Im Anschluss nutzte er die Gelegenheit, seinen Gästen etwas die Hintergründe der DRK-Tafel nahe zu bringen. "Wir haben festgestellt, dass die Tafel in letzter Zeit deutlich bekannter geworden ist", blickte er zurück. "Was aber viele noch nicht wissen: Wir werden nicht von außen finanziert."

Vielmehr übernehme der Kreisverband Wolfenbüttel des Roten Kreuzes die Kosten der beiden Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen. "Viele Ehrenamtliche tragen das, und ich bin froh, dass wir kürzlich mit einem Aufruf weitere Kräfte gewinnen konnten." Ohne das Ehrenamt sei eine solche Einrichtung nicht zu halten – gerade vor dem Hintergrund steigender Kundenzahlen allein schon durch die ukrainischen Flüchtlinge. "Wir sind also weiterhin auf Spenden angewiesen."

Im Vereinssport sei es ähnlich, berichteten die beiden Blueliner. "Ohne das Ehrenamt könnten wir unser Angebot nicht aufrecht erhalten." Das Engagement aller sei groß. "Und wenn wir dann auch noch durch das Laufen helfen können, sind wir dabei."

 

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news-54 Thu, 22 Dec 2022 09:04:00 +0100 Ortsverein Sickte spendete der Tafel 1000 Euro /aktuell/presse-service/meldung/ortsverein-sickte-spendete-der-tafel-1000-euro.html Es ist eine schöne Tradition: Seit vielen Jahren spendet der Ortsverein Sickte in der Adventszeit einen vierstelligen Betrag an die Tafel des DRK-Kreisverbandes. Auch diesmal übergaben Margrit Weigelt und Detlev Hager wieder 1000 Euro an Juliane Liersch und Heike Kanter – doch die Tradition ist in Gefahr. Denn dem Ortsverein gehen die Vorstandsmitglieder aus. "Wir haben zwar noch mehr als 170 Mitglieder", erzählten Margrit Weigelt (Vorsitzende) und Detlev Hager (Beisitzer). Auch meldeten sich immer wieder Helfer für spontane Aktionen. "Sie springen gerne mal ein, aber immer weniger Menschen finden sich bereit, dauerhaft Verantwortung zu übernehmen." Selbst das bewährte Duo Weigelt/Hager steht vor dem Abschied. "Ich bin jetzt seit 22 Jahren im Amt, das muss reichen", erklärt die 75-Jährige bestimmt. Und auch der 72 Jahre alte Beisitzer wird sein Amt definitiv abgeben. "Im Februar haben wir Jahresversammlung, dann muss neu gewählt werden."

Solche Personalnot zeichnet sich auf vielen Ebenen der Gesellschaft ab. Für Juliane Liersch, die viele Jahre im Präsidium des Kreisverbandes gearbeitet hat und nun mit viel Engagement ehrenamtlich die DRK-Tafel leitet, eigentlich eine unverständliche Situation: "Immer wieder liest man, dass jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Ruhestand gehen – da sollten sich doch Ehrenamtliche finden lassen, die noch fit genug sind für einen Vorstandsposten."

Zunächst jedoch nahmen sie und Heike Kanter vom Kreis-Präsidium die Spende entgegen. "Wir können nur immer wieder betonen, wie dringend nötig wir solche Spenden im Moment haben", betonten beide. Die Tafel im Großen Zimmerhof betreue derzeit allein 600 geflüchtete Familien aus der Ukraine, "und es dürften in diesem Winter bald mehr werden".

Darum seien Spenden wie die aus Sickte wichtiger denn je. "Nicht nur als Geldspende an sich, sondern auch als Signal", betonte Juliane Liersch. "Durch solche Initiativen öffnen wir auch anderen Menschen und Institutionen im Landkreis Augen und Ohren."

 

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news-53 Thu, 22 Dec 2022 09:01:02 +0100 Bei Eisregen kam keine Ware durch /aktuell/presse-service/meldung/bei-eisregen-kam-keine-ware-durch.html Turbulenter Wochenstart und vorgezogene Bescherung in der DRK-Tafel. Das war ein turbulenter Wochenstart für die Mitarbeiter der DRK-Tafel in Wolfenbüttel. Erst machte auch ihnen der Eisregen zu schaffen, der das Land vorübergehend lahmlegte. Und dann gab es eine vorgezogene Bescherung für 50 Tafel-Bezieher, die von einer Geschenke-Aktion der Firma Jägermeister profitierten.
"Am Montag kam keine frische Waren, weil durch den Eisregen kein Fahrer rausdurfte", erzählte Juliane Liersch, die ehrenamtliche Tafelleiterin. Weil wegen der Wetterkapriolen und spiegelglatter Fahrbahn auch nicht mit Kunden im Second-Hand-Shop zu rechnen war, wurde dieser Teil des Eberts Hof am Großen Zimmerhof 29 kurzerhand geschlossen. "Aber unsere Bezieher kamen natürlich, schließlich hatten sie einen Termin zur Abholung." Und tatsächlich gelang es Juliane Liersch und drei Mitstreiterinnen, alle Anfragen zu bedienen: "Wir mussten unser Lager komplett leer räumen, aber alle Tafelkunden haben ihren Teil mitgenommen."

Noch schöner lief es ein paar Stunden später, als Mitarbeiter der Firma Jägermeister und der Curt Mast Jägermeister (CMJ) Stiftung anrückten. Aus ihren Kofferräumen holten sie 50 liebevoll verpackte Geschenke aller Größen, und alle waren mit Namenschildchen versehen. "Das ist unser Projekt Wunschbaum", erklärte Mitarbeiter Felix Pink, der diese Hilfsaktion seit seinem Einstieg als Auszubildender 2020 betreut – in diesem Jahr war es bereits die siebte Neuauflage. "Die Tafel meldet uns 50 Namen, und wir rufen unsere Kolleginnen und Kollegen auf, jeweils ein Päckchen im Wert von 50 Euro zu packen."

Susanne Smyczek hat die Sache von Seiten der Tafel schon mehrfach begleitet: "In diesem Jahr haben wir uns bewusst die Rentner ausgesucht", erklärte sie. Zuletzt standen bei Spendenaufrufen oft Familien mit Kindern im Vordergrund, seit Sommer natürlich häufig die Gruppe der Ukraine-Flüchtlinge. "Dabei kamen unsere Rentner etwas zu kurz." Die Hälfte aller Tafel-Rentner konnte das Team Liersch jetzt zum "Wunschbaum" anmelden.

Die abgegebenen Wünsche waren dabei durchweg bescheiden, wie Katharina Kuri von der CMJ-Stiftung erzählte: "Zum Beispiel eine Kaffeemaschine, Gutscheine für Kleidung, ein Staubsauger oder warme Bettwäsche für den Winter." Allesamt Waren des täglichen Bedarfs also, die sich mit 50 Euro gut erfüllen ließen.

Jägermeister hatte das Verfahren in letzter Zeit zunehmend professionalisiert: Auf einer Internetseite hingen an einem virtuellen Baum die Wunschzettel, Mitarbeiter der Firma konnten sich einen passenden abpflücken. Diese digitale Variante hatten die Beteiligten entwickelt, als Corona den direkten Kontakt unter einem realen Baum unmöglich machte. "Nach der Entscheidung für einen Wunsch besorgten sie das Geschenk, packten es schön ein und versahen es auch mit einem Namensschild für den Empfänger", erklärte Felix Pink.  Dabei mussten die Angestellten für den Kaufpreis zwar in Vorleistung treten, bekamen aber auf Antrag die Hälfte von der CMJ-Stiftung erstattet. "So weit ich weiß, hat das aber kaum jemand gemacht", sagte Pink.

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news-52 Wed, 21 Dec 2022 14:13:05 +0100 Interact-Schüler helfen der Tafel /aktuell/presse-service/meldung/interact-schueler-helfen-der-tafel.html Jugendgruppe der Rotarier ist zum wiederholten Male für Bedürftige aktiv und bringt diesmal 300 Euro mit. Zu einem Überraschungsbesuch kamen jetzt Nia Teske und Juliana Sochor in die DRK-Tafel am Großen Zimmerhof 29. Die beiden Schülerinnen waren Abgesandte der gemeinnützigen Gruppe Interact Wolfenbüttel und brachten eine Spende mit – nicht zum ersten Mal.
"Wir haben diesmal Kekse gebacken und kürzlich auf dem Weihnachtsmarkt für den guten Zweck verkauft", erzählten Präsidentin Nia Teske und Vize-Präsidentin Juliana Sochor. Auf diese Weise kamen stattliche 600 Euro zusammen. "Daraufhin haben wir beschlossen, sie jeweils hälftig den Tafeln in Wolfenbüttel und Salzgitter zu spenden."

Übrigens gingen die Verkäufer höchst clever vor: Sie verkauften nicht einfach Kekse und sagten ,für die Tafel'. Vielmehr baten sie um Spenden in beliebiger Höhe und gaben als Dankeschön Kekse aus. Auf diese Weise schraubten sie die Einnahmen geschickt nach oben. Denn viele Passanten ließen sich nicht lumpen, sondern gaben gern etwas mehr für die gute Sache. Und da manche gar keine Kekse mitnahmen, lief die Aktion deutlich länger als ein normaler Tütenverkauf – mit deutlich größeren Einnahmen.

Die Interact-Gruppe Wolfenbüttel wurde 2015 von Schülern der Großen Schule gegründet und gilt als Jugendorganisation des Rotary-Clubs. "Wir richten uns an alle Jugendlichen der weiterführenden Schulen", erzählten die beiden. Zwar habe der Verein nur sieben aktive Mitglieder, jedoch stehe ein großes Netzwerk von passiven Schülern dahinter, die je nach Aktion dazukommen. Nach eigenen Angaben gibt es 14.911 Interact Clubs mit 342.953 Mitgliedern in 145 Ländern.

Juliane Liersch zeigte sich begeistert: "Es ist großartig, wie oft uns diese Gruppe schon geholfen hat", sage die ehrenamtliche Leiterin der DRK-Tafel bei der Geldübergabe. Das zeuge von großer Sensibilität jenen gesellschaftlichen Gruppen gegenüber, die Hilfe bei der Tafel suchen – seien es Flüchtlinge oder andere Menschen in Not. "Mich überwältigt es jedes Mal, dass so viele junge Menschen in unserem Land an die Bedürftigen denken und ihren Teil der Hilfe beisteuern wollen."

 

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news-51 Tue, 06 Dec 2022 14:53:45 +0100 Weihnachtspäckchen aus dem Kindergarten für die DRK-Tafel /aktuell/presse-service/meldung/weihnachtspaeckchen-aus-dem-kindergarten-fuer-die-drk-tafel.html Diese Tradition gibt es nun bereits seit 15 Jahren, und mittlerweile hat sie eine starke Eigendynamik entwickelt: "Inzwischen melden sich schon im Herbst die ersten Eltern und wollen wissen, wann wir wieder Päckchen packen für die Tafel", erzählt Anika Kalisch. Sie ist Leiterin des städtischen Kindergartens Kilindum (In den Schönen Morgen 1) und hatte am Montag wieder eine Übergabe zahlreicher Geschenke organisiert.

Für die DRK-Tafel in Wolfenbüttel nahm Juliane Liersch die Präsente in Empfang. "Diese Aktion kommt super an bei unseren Beziehern", schildert sie angesichts der vielen Dutzend liebevoll eingepackten Geschenke. "Gerade unseren älteren Kunden, die ja aus Scham höchst ungern zur Tafel kommen, freuen sich doch sehr über diese kleinen Extra-Päckchen in der Vorweihnachtszeit." Die Bescherung für die Senioren löse bei ihnen erkennbar große Freude aus. "Das geht uns allen sehr zu Herzen."

Tatsächlich ist die Geschenk-Aktion längst über eine Bescherung für bedürftige Kinder hinausgewachsen. "Wir haben alle Pakete beschriftet mit Hinweisen, für welche Altersgruppe sie bestimmt sind und ob sie eher für Jungen oder Mädchen passen", berichten Susanne Grohnke und Susanne Kreit, ebenfalls Mitarbeiterinnen im Kilindum. Und Anika Kalisch erzählt, dass sich sogar Familien ehemaliger Kita-Kinder melden und fragen, ob sie wieder Weihnachtspäckchen für die Tafel vorbeibringen dürfen.

Eine besondere Idee ließen sich die Hort-Kinder einfallen: Sie organisierten in der "Halle" des Kindergartens einen Flohmarkt, bei dem sie gespendete, gebrauchte Spiele und Bücher verkauften. Stattliche 300 Euro kamen auf diesem Wege zusammen. Davon wurden wiederum neue Sachen gekauft und teils ebenfalls für die Tafel verpackt. "Kinder für Kinder – so nennen wir diese Aktion", sagt Anika Kalisch. "Alleine durch die Initiative im Hort kamen weitere 25 Weihnachtsgeschenke zusammen."

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news-50 Mon, 05 Dec 2022 11:44:41 +0100 Rekordergebnis beim Tüten-Verkauf für die Tafel /aktuell/presse-service/meldung/rekordergebnis-beim-tueten-verkauf-fuer-die-tafel.html Da hat sie wohl gestimmt, die persönliche Ansprache der Round Tabler: Einige Mitglieder des Wolfenbütteler Service-Clubs (RT 112 Wolfenbüttel-Salzgitter) postierten sich am Samstag am Eingang zum Edeka-Center Pacholski (Rehmanger) und verkauften dort Tüten für die Tafel. Die Aktion hat schon eine jahrelange Tradition, doch diesmal wurde ein neuer Rekord erreicht: Mehr als 730 Tüten können demnächst an bedürftige Menschen in der Tafel des DRK-Kreisverbandes verteilt werden.

Das lag zu einem guten Teil an Marcus Weber-Wellegehausen. Der Chef der Eventus Steuerberatungsgesellschaft hatte über Jörg Pacholski von der Aktion erfahren und stieg gleich mit 250 Tüten ein: "Diese Initiative kann man nur begrüßen", erklärte er am Samstag sein Engagement. Wer eher auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs sei, sollte viel häufiger an die Menschen im Schatten denken, wünschte er sich. "Wir bei Eventus starten im Laufe eines Jahres eine ganze Reihe sozialer Aktionen."

Und er machte den Anwesenden Mut, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen: "In der Firma treffe ich immer wieder auf Mandanten, die gerne bei sinnvollen Projekten stiften würden", sagte er. "Lassen Sie uns in Kontakt bleiben."

Das hörten DRK und Round Tabler gern. In diesem Jahr hatten die Mitglieder des Service-Clubs 100 Tüten selbst gekauft. Das heißt, sie gaben 5 Euro pro Tüte, die jeweils Waren im Wert von 7 Euro enthielten. Die Differenz von 2 Euro übernahm wieder Jörg Pacholski. Damit gehen nun haltbare Lebensmittel, Tee, Kekse und weihnachtliches Gebäck an die Tafelkunden. "Wir hatten im Vorfeld wieder eine Bedarfsliste von der Tafel bekommen", lobte RT-Mitglied Adrian Möker.

Susanne Smyczek und Timo Franzka bedankten sich herzlich im Namen der Rotkreuz-Einrichtung: "Wir sind superfroh über diese Unterstützung, denn durch die stark steigende Zahl der Bedürftigen fehlt es uns zur Zeit immer wieder an Ware."

Übrigens nicht nur an Ware: Die DRK-Tafel braucht dringend auch ehrenamtliche Helfer, die als Fahrer einspringen oder in der Lebensmittel-Sortierung. Wer sich eine solche Tätigkeit vorstellen kann, melde sich bitte beim Roten Kreuz unter 05331/9750-200.

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news-49 Thu, 01 Dec 2022 11:42:00 +0100 Die DRK-Tafel sucht dringend Helfer /aktuell/presse-service/meldung/die-drk-tafel-sucht-dringend-helfer.html Es herrscht ein Mangel an ehrenamtlichen Fahrern und Helfern in der Sortierung am Exer. Im Sommer feierte die Tafel des Roten Kreuzes in Wolfenbüttel mit ihrer Außenstelle in Schladen das 15-jährige Bestehen. Alle Gratulanten waren und sind sich einig: Diese Einrichtung des DRK-Kreisverbandes hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt und ist ein wahrer Segen für die Gesellschaft. Gemeinsam mit dem Secondhand-Shop in Eberts Hof ist sie nicht mehr wegzudenken vom Großen Zimmerhof 29.

Doch die Einrichtung steht mittlerweile unter großem Druck. Die Zahl der Bedürftigen steigt ständig und wird nach Angaben von DRK-Vorstand Andreas Ring noch in diesem Jahr die Marke von 2000 Beziehern erreichen. "Die Gründe sind vielfältig", erklärt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Zu den Neukunden der Tafel gehören ukrainische Kriegsflüchtlinge ebenso wie deutsche Rentner, deren Geld nicht mehr reicht für die auf allen Gebieten steigenden Lebenshaltungskosten. 

Und doch gibt es auch erfreuliche Nachrichten: "Ich bin froh, dass uns immer noch viele Initiativen und vor allem Supermärkte Lebensmittel spenden", betont Rump-Kahl. Diese Spenden erfüllen gleich einen doppelten Nutzen, sagt der Geschäftsführer. "Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass wir die Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden." Tatsächlich ist die Grundidee der Tafeln, Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten.

Nachvollziehbarerweise dürften die Märkte ihre Ware aber nicht an Kunden verschenken, "und da kommen die Tafeln und mit ihnen die Bedürftigen ins Spiel". Das DRK holt mit eigenen Fahrzeugen die Spenden ab – etwa 4 bis 5 Tonnen pro Monat. In der Tafel-Sortierung wird die Ware geprüft: "Das meiste wird dann in handliche Größen verpackt und geht zur Tafelausgabe in den Eberts Hof nach Wolfenbüttel oder nach Schladen. Der kleine Rest wandert in die Grüne Tonne und somit in die Kompostierung."

Damit dieser lückenlose Ablauf weiter funktioniert, sucht die Tafel nun ehrenamtliche Helfer als Fahrer und in der Sortierung für die Prüfung der Lebensmittel. "Wer fit ist, kann bei uns mitmachen", unterstreicht Uwe Rump-Kahl. Vor allem den Fahrern, die immer zu zweit unterwegs sind, stünden alle technischen Hilfsmittel zum Be- und Entladen zur Verfügung. Eine körperliche Herausforderung sei das nicht: "Man muss kein Arnold Schwarzenegger ein, um bei uns einzusteigen", sagt er und lacht. Die vorhandenen Kleintransporter lassen sich allesamt mit dem herkömmlichen Auto-Führerschein bewegen.

In der Sortierung Am Exer geht es sogar ohne den. "Da steht der gesunde Menschenverstand im Vordergrund." Die Grundkompetenz: "Augen und Nase wissen sofort, was noch zu verwerten ist." Auch für diesen Bereich werden dringend Ehrenamtliche gesucht.

Dabei bringen selbst kürzeste Einsatzzeiten das Rote Kreuz weiter: "Von 2 Stunden bis zu 5 Tagen in der Woche – alles ist möglich, und wir sind für jede Unterstützung dankbar." Bei Interesse kann man sich per Mail an Ehrenamt@drk-kv-wf.de melden oder telefonisch (05331/9750-200).

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news-48 Thu, 20 Oct 2022 14:36:55 +0200 Round Table spendet der Tafel "1000 Euro plus" /aktuell/presse-service/meldung/round-table-spendet-der-tafel-1000-euro-plus.html Bedarf der DRK-Einrichtung steigt weiterhin. Freude über "Wiederholungstäter". Der Zulauf in der DRK-Tafel am Großen Zimmerhof ist anhaltend hoch. Doch glücklicherweise spenden auch die Wolfenbütteler immer wieder für bedürftige Menschen. Am Donnerstag trafen solche "Wiederholungstäter" am Eberts Hof ein und entluden den vollgepackten Kofferraum ihrer Wagen.

"Wir hatten in unseren Service-Clubs noch Kassenreste, die wir zum Jahresende nicht gern auf dem Konto lassen wollten", erzählten die Präsidenten Daniel Schmitt-Monreal (Round-Table) und Stefan Hille (Old-Tabler). Also dachten beide Gruppen spontan an die Tafel, zu der es traditionell eine enge Verbindung gibt. "Ende November starten wir ja regelmäßig die Aktion ,Tüten für die Tafel' in Wolfenbüttel", erzählten beide. Die nächste Runde dieses schönen Projekts zeichnet sich bereits im Kalender ab: "Am Samstag, 26. November, geht es wieder los."

Und eine weitere Verbindung wurde für die Spende am Donnerstag genutzt, die sich schon häufig bewährt hat: "Wir konnten Waren für 1000 Euro einkaufen – und Edeka Pacholski hat nochmal 100 Euro draufgepackt." Nicht nur die Großzügigkeit des Supermarkts Am Rehmanger ist mittlerweile legendär, sondern auch sein enger Draht zur Tafel: "Wir brauchten gar nichts auszusuchen", berichteten die beiden Präsidenten. "Bei Pacholski lag eine Bedarfsliste der Tafel, die einfach abgearbeitet wurde." Was so leicht klingt, hat es in der Regel in sich. "Die meisten denken ja bei Bedürftigkeit erstmal nur an Lebensmittel. Dabei geht es neben den Grundnahrungsmitteln auch um Hygieneartikel, um Zahnbürsten, Spülmittel und vieles mehr."

Die Waren nahm für die Tafel Timo Franzka entgegen und bedankte sich im Namen aller – nicht nur der späteren Empfänger, sondern auch für das gesamte Tafel-Team. "Solche Spenden kommen wie gerufen. Wir sind ein tolles Team und die Stimmung ist gut", schilderte er. Gleichwohl lässt sich leicht denken, dass es für alle Mitarbeiter befriedigender ist, Ware verteilen zu können als vor leeren Regalen zu stehen. "Wir kämpfen uns durch."

Im Grunde steuert die Tafel derzeit von Woche zu Woche auf neue Rekordzahlen zu. "Im Moment haben wir in Wolfenbüttel rund 1500 und in Schladen 350 Abholer", zitierte Franzka seine Unterlagen. An jedem Dienstag werden neue Bezieher aufgenommen, dann entsteht eine Schlange vor dem Eberts Hof des DRK. "Zugänge haben wir immer, Abgänge gibt es eigentlich keine."

Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg bilden derzeit eine große Gruppe der Neukunden. Doch auch die Altersarmut nehme zu, hat das Rot-Kreuz-Team erkannt. "Viele haben sich in der Vergangenheit noch zurückgehalten, wollten ihren Bedarf nicht öffentlich machen", sagte Franzka. "Aber angesichts der aktuellen Preissteigerungen geht es jetzt einfach nicht mehr anders."

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news-47 Wed, 19 Oct 2022 14:01:38 +0200 Molkerei spendet dem DRK 1000 Liter Milch /aktuell/presse-service/meldung/molkerei-spendet-dem-drk-1000-liter-milch.html Gut für die Tafel-Kunden und besser für die Mitarbeiter der Ausgabe. Über eine Spende von 1000 Liter Frischmilch freut sich die DRK-Tafel in Wolfenbüttel. "Wir haben einfach mal bei Rewe nach Lieferanten von Joghurt und Milch gefragt", berichtet Wilhelm Schmidt über den Erstkontakt. Er ist Tafelbeauftragter für Spenderbetriebe, soll entsprechende Kontakte halten und ausbauen. Der Lebensmittel-Markt nannte ihm die Firma Hemme in Wedemark. "Und dort war man ganz schnell bereit, uns zu helfen." Schmidt holte die Paletten selbst ab von der Molkerei.

Ganz naheliegend ist der neue Kontakt zwar nicht, immerhin befindet sich Wedemark fast 100 Kilometer entfernt von Wolfenbüttel. "Aber wir haben uns über die Anfrage gefreut – und die Gelegenheit war günstig", erklärt Aline Hemme von der Inhaber-Familie. Die gespendeten 1000 Liter bestehen durchweg aus laktosefreier Milch, die ganz neu ist im Sortiment der Molkerei. "Wir konnten aufgrund einer Überproduktion die Anfrage des Roten Kreuzes schnell positiv beantworten: Je 1000 Liter gingen daraufhin an die Tafeln nach Hannover und Wolfenbüttel."

Die Firma Hemme-Milch sei ein bodenständiges Unternehmen und habe 400 eigene Kühe im Stall. "Durch unsere Wurzeln sind wir ganz nah dran am Menschen und versuchen auf vielen Gebieten, der Verschwendung entgegenzuwirken." Dass laktosefreie Milch nun an die Tafel gehe, sei aus verschiedenen Gründen vorteilhaft, findet Alwine Hemme. "Sie ist sehr verträglich – und kommt nun zu Menschen, die sie sich sonst vielleicht nicht leisten könnten." Zudem werde es nun auch an der Tafel-Ausgabe leichter: "Man muss nicht jedesmal fragen, ob jemand eine Laktose-Unverträglichkeit hat. Unsere Milch ist universell verwendbar."

Nach Angaben von Tafel-Leiterin Juliane Liersch kommt die Milch-Spende wie gerufen. "Das ist eine Super-Idee, denn wir brauchen viel Milch." 1000 Liter dürften demnach knapp drei Wochen reichen. "Besonders schön ist es , dass jeder diese laktosefreie Milch trinken kann."

Übrigens sucht das DRK nach wie vor Fahrer, die ehrenamtlich Spenden abholen bei den Lebensmittel-Märkten. Wer Interesse hat, kann sich melden unter 05331/927 84 70.

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news-46 Thu, 18 Aug 2022 13:28:11 +0200 Tafel macht Schule: Begeisterte Kinder in der Tafel /aktuell/presse-service/meldung/tafel-macht-schule-begeisterte-kinder-in-der-tafel.html DRK-Aktion fand ihren alljährlichen Höhepunkt bei der Verteilung von Ranzen und Schultüten. Kinderfreude ist doch die schönste Freude. Das wurde mal wieder deutlich, als es am Mittwoch einen großen Termin im Eberts Hof gab, dem Tafel-Shop des DRK-Kreisverbandes am Großen Zimmerhof 29. Dort stand bereits zum 15. Mal die Verteilung der Spenden für "Tafel macht Schule" an – wie immer ein großer Tag für die Erstklässler aus bedürftigen Familien, die stets dreifach beschenkt werden.

"Neben einem hochwertigen Ranzen bekommt jedes Kind eine Schultüte und eine Tragetasche mit Ausrüstung", erklärte Sonja Meyer. Sie ist neben Tafelleiterin Juliane Liersch neue DRK-Projektleiterin für Tafel macht Schule, beide arbeiten im Ehrenamt. "Für mich ist das die erste Verteilung dieser Art", sagte die Neue, "ich freue mich riesig darauf." Bis April war die 60-Jährige als Arzthelferin tätig, dann wechselte sie langsam in den Ruhestand, half erst einen, dann zwei Tage pro Woche im Tafelladen. "Das Ehrenamt hat mich schon das ganze Leben begleitet."

Nun stand also der erste Höhepunkt an. 50 Kinder hatte das Rote Kreuz persönlich eingeladen, sich die Erstausrüstung abzuholen. Und zum ersten Mal wurde die Begrüßung mit Erklärung des Ablaufs auf Englisch gehalten: "In diesem Jahr haben wir ganz viele Flüchtlingskinder", erzählte Juliane Liersch, "aus der Ukraine, aus Afrika und anderen Staaten." Die Sprachbarrieren seien im Tagesgeschäft hoch, aber am Ende komme man immer irgendwie ans Ziel.

Erfreulich: Als die Tafelleiterin später im Laden nur die Kinder fragte, wer denn Deutsch spreche, da gingen fast alle Finger in die Höhe. Und als dann der Startschuss gefallen war, spielte Sprache ohnehin keine Rolle mehr: Jedes Kind durfte sich seinen Ranzen und die Schultüte nach dem Dekor aussuchen – ganz offensichtlich gleichen sich die Geschmäcker auch international. Bei den Mädchen standen Einhörner hoch im Kurs, bekannte Comic-Figuren, und alles möglichst in Pink. Die Jungs griffen zu Grün und Blau, wobei Trecker, Mähdrescher und Raumfahrer schwer angesagt waren.

Die Abholerzahl von 50 Kindern bedeutete für die Wolfenbütteler Tafel übrigens einen Rekord, den das DRK nur mit Spenden von rund 6000 Euro bewältigen konnte. "Neben dem Geld haben wir aber auch ganz viel Schweiß gelassen", erklärte Sonja Meyer lachend. Wochenlang durchstreifte sie Geschäfte, handelte Preise nach unten und sorgte zu guter Letzt in einem großen DRK-Container dafür, das alles gerecht in Tüten verpackt wurde.

Allein die Tragetaschen beinhalteten 40 Artikel, von Blöcken und Mappen über Stifte und Malsachen bis hin zu Trinkflaschen und Behältern für die Hasenbrote. Dass sich in den Schultüten auch ein paar Süßigkeiten finden ließen, versteht sich von selbst. Und doch: "Nächstes Jahr werden wir wohl einen mehrsprachigen Zettel gestalten mit Hinweisen, was es überhaupt mit Schultüten auf sich hat", kündigte Juliane Liersch an.

Denn eins wurde auch deutlich: Die Interessen der Kinder im Laden mit denen der Eltern vor den Fenstern unter einen Hut zu bringen, war nicht immer ganz einfach. "Wir bleiben da aber unserer Linie treu", kommentierte die Tafel-Leiterin lautstarke Versuche der Eltern, Einfluss auf den Nachwuchs zu nehmen: "Bei der Auswahl der Sachen zählt nur, was die Kinder wollen."

Ihre neue Projektleiterin jedenfalls war rundum zufrieden mit der Veranstaltung. "Wir wollen uns aber ganz besonders bei den vielen Spendern bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben", unterstrich Sonja Meyer. In diesem Jahr sei dabei die Belegschaft des benachbarten Woolworth-Marktes hervorzuheben. "Sie haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, haben mitdekoriert und aus anderen Märkten herbeigeschafft, was benötigt wurde." Und Geld wurde durch die Beweglichkeit der Marktleitung auch noch gespart: "Auf diese Weise konnten wir insgesamt zehn Ranzen mehr besorgen und ausstatten."

An erster Stelle jedoch stand auch bei ihr, wie glücklich wieder die Erstklässler gemacht wurden: "Ich freue mich total. Die Reaktionen der Kinder waren wirklich zu süß."

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news-43 Mon, 09 May 2022 13:14:00 +0200 Tafel packt Babytasche freut sich über Lagerfläche /aktuell/presse-service/meldung/tafel-packt-babytasche-freut-sich-ueber-lagerflaeche.html Aufatmen in Eberts Hof: Der Second-Hand-Laden mit angeschlossener Tafel-Abteilung des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel hat in unmittelbarer Nähe ein Ausweichquartier mit weiteren Lager-Kapazitäten gefunden. "Wir brauchten dringend eine Fläche, um die platzraubende Ausrüstung unserer Aktion ,Tafel packt Babytasche' unterbringen zu können", erklärte Juliane Liersch vom Roten Kreuz.

Sie wurde in der Stobenstraße 12 fündig – und somit in fußläufiger Entfernung zu Eberts Hof im Großen Zimmerhof 29. Das Allerbeste: Die „Grundstückgemeinschaft Schumacher Factorei GbR“ stellt dem DRK die Räume kostenlos zur Verfügung. "Ich bin froh, wenn diese 50 Quadratmeter wieder ein bisschen mit Leben erfüllt werden", erläuterte Sebastian Schumacher die Beweggründe bei der Schlüsselübergabe. Das historische Ensemble warte derzeit noch auf die Sanierung. "Bis dahin ist es schön, dass wir dem Roten Kreuz helfen können."

Juliane Liersch ist hocherfreut. "Jetzt können wir vieles von dem, was wir für Frauen und Kinder in Petto haben, hier einlagern." Von Kinderwagen über Laufställe, Bettchen bis hin zu Windelpaketen, Wäsche und Textilien hat sich einiges angesammelt. "Neben der erfreulichen Tatsache, dass man hier mit einem Lieferwagen vorfahren kann, punktet der Standort mit der Nähe zur Innenstadt", lobte die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof. Das DRK habe mehrere Angebote in der Peripherie von Wolfenbüttel gehabt. "Da draußen nützen uns Flächen aber nichts."

Mittlerweile wurde der Raum schon mal durchgefegt, und auch lockerer Putz wurde entfernt. "Bei dieser Gelegenheit wurden wir ganz oft von Spontanbesuchern angesprochen", erzählte Juliane Liersch. In der Stobenstraße gebe es erstaunlich viele Fußgänger. "Es waren auch viele Flüchtlinge unter den Fragenden, aber wir wollen an unserem Konzept festhalten: Die Ausgabe findet ausschließlich im Großen Zimmerhof statt – in der Stobenstraße ist nur ein Lager."

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news-34 Fri, 25 Jun 2021 13:09:03 +0200 Babysprechstunde im Eberts Hof /aktuell/presse-service/meldung/babysprechstunde-im-eberts-hof.html Am Montag, 5. Juli 2021, wird die erste Babysprechstunde im „Eberts Hof“ des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel in der Wolfenbütteler Innenstadt stattfinden. Die Beratung rund um das Thema Baby und Elternschaft richtet sich vorranging an benachteiligte Familien. Die Babysprechstunde wird jeden ersten Montag im Monat für rund zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr durch eine Familien-Kinderkrankenschwester angeboten. Dafür kooperiert das DRK mit der Fachstelle Frühe Hilfen, eine Abteilung des Jugendamts des Landkreises Wolfenbüttel. Am heutigen Mittwoch unterzeichneten beide Einrichtungen die Kooperationsvereinbarung.

„Im Eberts Hof vereinen wir viele soziale Beratungs- und Versorgungsangebote. Bereits jetzt unterstützen wir finanziell schwache Mütter aus Wolfenbüttel, die ihr erstes Baby erwarten, mit dem Projekt „Tafel packt Babytasche“. Mit der Babysprechstunde soll das bestehende Angebot für diese Zielgruppe niedrigschwellig im Rahmen einer Beratung in Fragen zur Pflege, Ernährung und Gesundheit der Säuglinge ergänzt werden“, erklärte Aline Gauder, hauptamtliche Leitung des Eberts Hof.

Das Angebot ist für die Familien gedacht, die bereits die Babytasche im Eberts Hof beziehen oder zur Tafel kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Beim Abholen der Babytaschen im Eberts Hof werden die Eltern auf das kostenlose Angebot aufmerksam gemacht.

„Für eine gesunde Entwicklung von Kindern ist das frühzeitige Erkennen von psychosozialen Belastungen rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung. So können wir die Bedürfnisse und Sorgen von jungen Familien erkennen und sie unterstützen. In einem persönlichen Gespräch können wir bei Bedarf auch auf weitere Angebote der Frühen Hilfen hinweisen“, sagte Bernd Retzki, Dezernent für Schule, Jugend und Soziales im Landkreis Wolfenbüttel.

„Eltern können hier alle Fragen zur Ernährung, etwa zum Stillen, zu Beikost oder Folgemilch stellen aber auch zu Schwierigkeiten beim Schlaf des Kindes und Fragen zur körperlichen oder motorischen Entwicklung“, so Tanja Lüning. Die Familien-Kinderkrankenschwester arbeitet als Fachkraft in den Frühen Hilfen.

Die Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Wolfenbüttel informiert und berät Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern und vermittelt ggf. weitere Hilfen. Die Angebote haben das Ziel, Kindern eine gute Entwicklung zu ermöglichen und Eltern im Alltag zu unterstützen. Zu den Angeboten gehören die Baby-Begrüßung, die Koordination von Familienhebammen, Beratungen für Eltern mit Babys und Kleinkindern und Sprechstunden für (werdende) Eltern im Klinikum Wolfenbüttel so wie im Eberts Hof. Mehr unter www.lkwf.de/frühehilfen
 

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