DRK Presseinformationen https://www.drk-tafeln-wf.de de DRK Sat, 20 Aug 2022 04:07:44 +0200 Sat, 20 Aug 2022 04:07:44 +0200 TYPO3 EXT:news news-46 Thu, 18 Aug 2022 13:28:11 +0200 Tafel macht Schule: Begeisterte Kinder in der Tafel /aktuell/presse-service/meldung/tafel-macht-schule-begeisterte-kinder-in-der-tafel.html DRK-Aktion fand ihren alljährlichen Höhepunkt bei der Verteilung von Ranzen und Schultüten. Kinderfreude ist doch die schönste Freude. Das wurde mal wieder deutlich, als es am Mittwoch einen großen Termin im Eberts Hof gab, dem Tafel-Shop des DRK-Kreisverbandes am Großen Zimmerhof 29. Dort stand bereits zum 15. Mal die Verteilung der Spenden für "Tafel macht Schule" an – wie immer ein großer Tag für die Erstklässler aus bedürftigen Familien, die stets dreifach beschenkt werden.

"Neben einem hochwertigen Ranzen bekommt jedes Kind eine Schultüte und eine Tragetasche mit Ausrüstung", erklärte Sonja Meyer. Sie ist neben Tafelleiterin Juliane Liersch neue DRK-Projektleiterin für Tafel macht Schule, beide arbeiten im Ehrenamt. "Für mich ist das die erste Verteilung dieser Art", sagte die Neue, "ich freue mich riesig darauf." Bis April war die 60-Jährige als Arzthelferin tätig, dann wechselte sie langsam in den Ruhestand, half erst einen, dann zwei Tage pro Woche im Tafelladen. "Das Ehrenamt hat mich schon das ganze Leben begleitet."

Nun stand also der erste Höhepunkt an. 50 Kinder hatte das Rote Kreuz persönlich eingeladen, sich die Erstausrüstung abzuholen. Und zum ersten Mal wurde die Begrüßung mit Erklärung des Ablaufs auf Englisch gehalten: "In diesem Jahr haben wir ganz viele Flüchtlingskinder", erzählte Juliane Liersch, "aus der Ukraine, aus Afrika und anderen Staaten." Die Sprachbarrieren seien im Tagesgeschäft hoch, aber am Ende komme man immer irgendwie ans Ziel.

Erfreulich: Als die Tafelleiterin später im Laden nur die Kinder fragte, wer denn Deutsch spreche, da gingen fast alle Finger in die Höhe. Und als dann der Startschuss gefallen war, spielte Sprache ohnehin keine Rolle mehr: Jedes Kind durfte sich seinen Ranzen und die Schultüte nach dem Dekor aussuchen – ganz offensichtlich gleichen sich die Geschmäcker auch international. Bei den Mädchen standen Einhörner hoch im Kurs, bekannte Comic-Figuren, und alles möglichst in Pink. Die Jungs griffen zu Grün und Blau, wobei Trecker, Mähdrescher und Raumfahrer schwer angesagt waren.

Die Abholerzahl von 50 Kindern bedeutete für die Wolfenbütteler Tafel übrigens einen Rekord, den das DRK nur mit Spenden von rund 6000 Euro bewältigen konnte. "Neben dem Geld haben wir aber auch ganz viel Schweiß gelassen", erklärte Sonja Meyer lachend. Wochenlang durchstreifte sie Geschäfte, handelte Preise nach unten und sorgte zu guter Letzt in einem großen DRK-Container dafür, das alles gerecht in Tüten verpackt wurde.

Allein die Tragetaschen beinhalteten 40 Artikel, von Blöcken und Mappen über Stifte und Malsachen bis hin zu Trinkflaschen und Behältern für die Hasenbrote. Dass sich in den Schultüten auch ein paar Süßigkeiten finden ließen, versteht sich von selbst. Und doch: "Nächstes Jahr werden wir wohl einen mehrsprachigen Zettel gestalten mit Hinweisen, was es überhaupt mit Schultüten auf sich hat", kündigte Juliane Liersch an.

Denn eins wurde auch deutlich: Die Interessen der Kinder im Laden mit denen der Eltern vor den Fenstern unter einen Hut zu bringen, war nicht immer ganz einfach. "Wir bleiben da aber unserer Linie treu", kommentierte die Tafel-Leiterin lautstarke Versuche der Eltern, Einfluss auf den Nachwuchs zu nehmen: "Bei der Auswahl der Sachen zählt nur, was die Kinder wollen."

Ihre neue Projektleiterin jedenfalls war rundum zufrieden mit der Veranstaltung. "Wir wollen uns aber ganz besonders bei den vielen Spendern bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben", unterstrich Sonja Meyer. In diesem Jahr sei dabei die Belegschaft des benachbarten Woolworth-Marktes hervorzuheben. "Sie haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, haben mitdekoriert und aus anderen Märkten herbeigeschafft, was benötigt wurde." Und Geld wurde durch die Beweglichkeit der Marktleitung auch noch gespart: "Auf diese Weise konnten wir insgesamt zehn Ranzen mehr besorgen und ausstatten."

An erster Stelle jedoch stand auch bei ihr, wie glücklich wieder die Erstklässler gemacht wurden: "Ich freue mich total. Die Reaktionen der Kinder waren wirklich zu süß."

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news-45 Thu, 23 Jun 2022 13:34:00 +0200 Grundschüler spenden der DRK-Tafel 2000 Euro /aktuell/presse-service/meldung/grundschueler-spenden-der-drk-tafel-2000-euro.html Diese Spende löste bei Juliane Liersch Begeisterung aus: Als die Leiterin der DRK-Tafel in Wolfenbüttel jetzt 2000 Euro entgegen nahm, war es weniger die stolze Summe, als vielmehr die Überbringer der Spende, die ihr großen Respekt abnötigten. "Dass sich Schüler, noch dazu Grundschüler, schon solche Gedanken machen über die Zusammenhänge in unserer Gesellschaft, und dann entscheiden, sich sozial zu engagieren, das finde ich großartig."

Das Geld kam kürzlich beim Frühjahrsmarkt der Grundschule am Harztorwall zusammen, für den sich Schüler, Lehrer und Eltern stark engagiert hatten. "Ursprünglich wollten wir in Absprache mit dem Schülerrat bedürftige geflüchtete Kinder unterstützen", erklärte Schulleiterin Birgit Oppermann bei der Spendenübergabe. Im Laufe des Verfahrens habe sich aber herausgestellt, dass für diese Zielgruppe schon sehr viele Aktionen laufen, vom gemeinsamen Kochen bis zur tatsächlichen Unterstützung. "Daraufhin haben wir mit dem Schülerrat, in dem die Klassensprecher aller Klassen sitzen, beschlossen, das Geld etwas breiter zu streuen."

Wer könnte den Kreis Bedürftiger besser erreichen als das Rote Kreuz? "Wir werden das Geld für unsere Aktion ,Tafel macht Schule' verwenden", kündigte Juliane Liersch bei der Übergabe an. In diesem Sommer gebe es besonders viele Schulanfänger aus Familien, die aus der Ukraine geflüchtet seien. "Wir sorgen dafür, dass jeder und jede eine schön gepackte Schultüte bekommt sowie einen Ranzen mit der erforderlichen Erstklässler-Ausrüstung."

Beim Besuch der DRK-Tafel zeigten sich die Kinder sehr wissbegierig. "Sie wollten unheimlich viel wissen, gerade zu den geflüchteten Familien und ihren Kindern." Und auch Birgit Oppermann war der Stolz auf ihre Schülerschaft anzumerken. "Die Viertklässler haben die ganze Spendengeschichte moderiert", sagte sie. Dabei sei ein intensives Gefühl der Kinder deutlich geworden: "Wir haben uns sehr über den Erfolg unseres Frühjahrsmarkt mit unseren selbstgebastelten Sachen gefreut – nun soll es auch anderen Kindern gut gehen."

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news-44 Fri, 27 May 2022 13:46:00 +0200 Spende Round Table /aktuell/presse-service/meldung/spende-round-table.html Sozusagen "Alte Bekannte" begrüßte Juliane Liersch jetzt in der Tafel des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Die Round-Tabler Wolfenbüttel-Salzgitter (112) gehören seit Jahren zu den eifrigsten Spendern für jene Bedürftigen, die sich das Notwendigste aus der Rotkreuz-Einrichtung am Großen Zimmerhof 29 (im Eberts Hof) abholen. Diesmal kamen RT-Präsident Daniel Schmitt-Monreal und Adrian Möker mit Waren im Wert von 1100 Euro.

"Wir hatten wieder einigen Erfolg mit unseren Aktionen, wie zum Beispiel dem Gastro-Quartett", erzählte Schmitt-Monreal. Durch diese Verkäufe waren 1000 Euro zusammengekommen, die dann vom Edeka-Center Pacholski (Rehmanger) um zehn Prozent aufgestockt wurden. Außerdem packte der Markt mehrere Rollcontainer mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln. "Ich durfte sogar wieder eine Bedarfsliste zusammenstellen", freute sich Eberts-Hof-Leiterin Juliane Liersch bei der Übergabe.

Die Zusammenarbeit mit den Round Tablern empfindet sie als vorbildlich. Und auch der Service-Club selbst, in dem junge Männer bis 40 Jahren organisiert sind, freut sich stets über die gute Resonanz seiner Aktionen. "Seit drei Jahren starten wir beispielsweise in der Weihnachtszeit die Initiative 'Tüten für die Tafel' in Wolfenbüttel", erzählt Möker. Die habe sich zu einem Renner entwickelt. "Zuletzt konnten wir 500 Tüten verkaufen."

Der "Tisch" 112 habe nun von den Versorgungsengpässen der Tafel gehört, sagte Schmitt-Monreal. "Darum sind wir hier." Bei aller Freude kam Juliane Liersch aber nicht umhin, erneut auf die schwierige Lage der Tafel hinzuweisen. "Wir hoffen jeden Tag wieder, dass es reicht." Am Dienstag sei eine neue brisante Marke erreicht worden: "Erstmals betreuen wir 200 Familien aus der Ukraine." Das sei nicht nur problematisch, was die verfügbare Ware angeht. Ebenso herausfordernd sei die erste Anmeldung dieser Menschen: "Das ist schon wegen der Sprachbarrieren sehr zeitaufwändig." Die Tafel habe sich nun enschlossen, Neuanmeldungen ausschließlich Dienstags von 13.30 bis 15 Uhr anzubieten.

Die Gesamtzahl der Abholer entwickele sich ebenso rasant und liegen nun bei 1200 Menschen: "Noch vor kurzem kamen 35 Personen pro Tag, jetzt sind es 60." An einem Tag in der vorigen Woche wurde sogar die Zahl von 100 Abholern erreicht – übrigens liegt diese Steigerung längst nicht nur an den Flüchtlingen aus der Ukraine. "Wir sind eigentlich ganz froh, dass mittlerweile auch Rentner kommen, bei denen das Geld nicht reicht", erklärt die Tafel-Leiterin. Dafür seien natürlich die Preissteigerungen der vergangenen Wochen verantwortlich. "Bisher hatten diese Menschen eine hohe Hemmschwelle und große Leidensfähigkeit – ich bin froh, dass sie sich jetzt bei uns melden."

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news-43 Mon, 09 May 2022 13:14:00 +0200 Tafel packt Babytasche freut sich über Lagerfläche /aktuell/presse-service/meldung/tafel-packt-babytasche-freut-sich-ueber-lagerflaeche.html Aufatmen in Eberts Hof: Der Second-Hand-Laden mit angeschlossener Tafel-Abteilung des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel hat in unmittelbarer Nähe ein Ausweichquartier mit weiteren Lager-Kapazitäten gefunden. "Wir brauchten dringend eine Fläche, um die platzraubende Ausrüstung unserer Aktion ,Tafel packt Babytasche' unterbringen zu können", erklärte Juliane Liersch vom Roten Kreuz.

Sie wurde in der Stobenstraße 12 fündig – und somit in fußläufiger Entfernung zu Eberts Hof im Großen Zimmerhof 29. Das Allerbeste: Die „Grundstückgemeinschaft Schumacher Factorei GbR“ stellt dem DRK die Räume kostenlos zur Verfügung. "Ich bin froh, wenn diese 50 Quadratmeter wieder ein bisschen mit Leben erfüllt werden", erläuterte Sebastian Schumacher die Beweggründe bei der Schlüsselübergabe. Das historische Ensemble warte derzeit noch auf die Sanierung. "Bis dahin ist es schön, dass wir dem Roten Kreuz helfen können."

Juliane Liersch ist hocherfreut. "Jetzt können wir vieles von dem, was wir für Frauen und Kinder in Petto haben, hier einlagern." Von Kinderwagen über Laufställe, Bettchen bis hin zu Windelpaketen, Wäsche und Textilien hat sich einiges angesammelt. "Neben der erfreulichen Tatsache, dass man hier mit einem Lieferwagen vorfahren kann, punktet der Standort mit der Nähe zur Innenstadt", lobte die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof. Das DRK habe mehrere Angebote in der Peripherie von Wolfenbüttel gehabt. "Da draußen nützen uns Flächen aber nichts."

Mittlerweile wurde der Raum schon mal durchgefegt, und auch lockerer Putz wurde entfernt. "Bei dieser Gelegenheit wurden wir ganz oft von Spontanbesuchern angesprochen", erzählte Juliane Liersch. In der Stobenstraße gebe es erstaunlich viele Fußgänger. "Es waren auch viele Flüchtlinge unter den Fragenden, aber wir wollen an unserem Konzept festhalten: Die Ausgabe findet ausschließlich im Großen Zimmerhof statt – in der Stobenstraße ist nur ein Lager."

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news-42 Mon, 11 Apr 2022 11:49:32 +0200 Zahl der Bedürftigen steigt rasant: DRK-Tafeln brauchen mehr Lebensmittel /aktuell/presse-service/meldung/zahl-der-beduerftigen-steigt-rasant-drk-tafeln-brauchen-mehr-lebensmittel.html Heftig steigende Lebensmittel- und Energiepreise bescheren den DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel Zulauf in bislang unbekannten Ausmaßen. „Wir haben in den letzten zwei Wochen 60 neue Familien aufgenommen. So viele wie sonst in einem halben Jahr“, erklärt Tafelmitarbeiter Timo Franzka. Gleichzeitig gingen die Lebensmittellieferungen zurück, wie Juliane Liersch als Leitung der DRK-Tafel im Ebert’s Hof verdeutlicht. Als verlässlicher Rettungsanker in der Not brauchen die DRK-Tafeln in der aktuellen Krise nun selbst Hilfe – in Form von Lebensmitteln, Ehrenamtlichen und Finanzmitteln.

„Nach zwei Jahren Corona-Modus sind die Mitarbeitenden alle am Limit“, mach Liersch klar. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine kommen gleich mehrere neue Herausforderungen auf die Tafeln zu. Denn die Abholerinnen und Abholer müssen wegen der schieren Menge der Neuzugänge längere Wartezeiten als zuvor in Kauf nehmen, um dann wegen der Lebensmittelknappheit unter Umständen weniger Ware zu bekommen. „Das kann vereinzelt auch mal für Missmut, Unruhe und Ärger sorgen. Wir müssen da einfach um Verständnis bitten“, so erklärt Juliane Liersch.

Weitere Neukunden erwartet

Gestemmt wird die Arbeit von 40 Ehrenamtlichen und zwei hauptamtlichen Mitarbeitenden in Ebert’s Hof, sowie weiteren Kräften in der Verteilstelle am Exer und der Außenstelle in Schladen. Beim Personal, so Liersch, sei man im Moment gut aufgestellt – angesichts der noch zu erwartenden Ausmaße der Not freue man sich aber über jeden, der mit anpacken möchte. Insbesondere Fahrer zur Abholung von Lebensmitteln würden dringend gesucht.

60 Prozent mehr Arbeit als im Januar

Im Gegensatz zu Januar hat sich die Arbeitslast nach Einschätzung von Tafel-Mitarbeiter Timo Franzka um etwa 60 Prozent gesteigert. Wie zuvor selten, entstehen nun teilweise auch Schlangen, wie beispielsweise in der Außenstelle Schladen, während gleichzeitig die Warenlieferungen zurückgehen. „An langen Tagen“, so Franzka, „versorgen wir hier bis zu 80 Familien.“ Auf die Woche gerechnet, so ergänzt Liersch, bis zu 500 Personen: „Die Anmeldezahlen steigen ins Unermessliche.“ Franzka ist sich sicher, dass die Not noch größer wird: „Wenn das so weiter geht, werden wir immer weniger rausgeben können.“

Not überwindet Hemmschwellen

Die Menschen in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel leiden unter den steigenden Lebenshaltungskosten. Das macht sich bei der Tafel in großem Maße bemerkbar. Liersch: „Es kommen viele Einzelpersonen, Familien und Rentner, die sich wegen der aktuellen Lage ein Herz gefasst haben sich doch an die Tafelausgabe zu trauen.“ Denn für viele Menschen in Not sei der Gang zur Tafel immer noch ein Stigma. Gerade bei Rentnern liegt die Hemmschwelle laut Liersch sonst sehr hoch: „Die betrachten das immer noch als Betteln.“

Viele Geflüchtete unter den Neuzugängen

Hinzu kommen die Geflüchteten aus den Kriegsgebieten in der Ukraine, die in Wolfenbüttel Unterschlupf gefunden haben. Solange diese nicht in einer Einrichtung wie der Gemeinschaftsunterkunft Schöppenstedt oder der Okeraue untergebracht seien, hätten auch diese Familien Anspruch auf eine Lebensmittelversorgung – auch um Gastfamilien zu entlasten, die privat Räume zur Verfügung stellen. Hier sei die Sprachbarriere häufig ein Problem und zusammen mit dem hohen Andrang ein zusätzlicher Stressfaktor für die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel.

Wichtiger Lebensmittellieferant weggebrochen

Die Schließung von Karstadt in Braunschweig hätte die Wolfenbütteler Tafeln zu keinem schlechteren Zeitpunkt treffen können. Damit breche ein weiterer großer Spender weg. Auch andere Kooperationspartner hätten nicht mehr so viel Ware übrig, wie das üblicherweise der Fall war: „Vieles wird teurer und die Ware zugleich knapper, dadurch mehren sich die Hamsterkäufe. Aktuell fehlen ja sogar in den Supermarktregalen viele Waren. Für uns ist es dann natürlich besonders schwer, ausreichend Ware zu bekommen“, macht Aline Gauder, Leiterin der Ehrenamtskoordination beim DRK, klar. „Die Lebensmittelmärkte selbst sind auch bewusster geworden und kaufen nicht mehr so viel ein“, fügt Liersch hinzu.

Die DRK-Tafeln bringt das in eine schwierige Lage. Sie unterstehen dem Bundesverband, dessen Satzung nur die Nutzung von Lebensmitteln erlaubt, die ansonsten weggeschmissen würden. Nur in Notsituationen wie der jetzigen könne man vom Bundesverband die Freigabe erhalten, Lebensmittel einzukaufen, wie Gauder erklärt. Diese Lösung werde derzeit diskutiert.

Neue Kooperationspartner und Privatspenden benötigt

Vielmehr hoffe man – auch um dem Prinzip der Rettung von Lebensmitteln vor dem Abfall treu zu bleiben – auf neue Kooperationspartner unter den Lebensmittelhändlern in Wolfenbüttel. Auch Privatspenden seien jederzeit willkommen. Insbesondere frische Ware sei selten geworden. „Alles was Kühlware ist, sollte man aber dennoch wegen der Kühlkette bei Privatspenden außen vor lassen. Das können wir nicht überprüfen. Aber ein knapp überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum ist in der Regel kein Problem. Neben Konserven brauchen wir Säfte, Zucker, Mehl, Reis, Nudeln, Milch, Marmelade, Honig…“, zählt Timo Franzka auf. „Wer überlegt, Geld an die Tafel zu spenden, könnte dies alternativ auch über einen Einkaufsgutschein für ein Lebensmittelgeschäft spenden, die wir dann zum gezielten Warenkauf verwenden können“, ergänzt Gauder.

Energiekosten steigen auch für die Tafeln

Neben den für den Betrieb wichtigen Lebensmittelspenden seien auch Geldspenden weiterhin willkommen. Denn die Kosten für Strom, Heizen und Benzin steigen auch für die DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel, die ohnehin mit einem Defizit von bis zu 150.000 Euro im Jahr für das DRK zu Buche schlagen. Schließen werde das DRK die Tafeln aber auf keinen Fall, so sind sich alle einig: „Wir bleiben ein verlässlicher Partner. Die Läden verlassen sich darauf, dass wir Lebensmittel abnehmen. Diese Kontakte pflegen wir seit vielen Jahren“, verdeutlicht Gauder. „Wir wollen weiter für unsere Kunden da sein und Lebensmittel retten. Auch wenn die Auswahl für unsere Kunden aktuell knapper wird.“ Franzka abschließend: „Wir hoffen auf Verständnis für die Situation und bitten darum, etwas mehr Zeit und Respekt für unsere Arbeit mitzubringen. Wir tun weiterhin alles, was wir können.“

 

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news-34 Fri, 25 Jun 2021 13:09:03 +0200 Babysprechstunde im Eberts Hof /aktuell/presse-service/meldung/babysprechstunde-im-eberts-hof.html Am Montag, 5. Juli 2021, wird die erste Babysprechstunde im „Eberts Hof“ des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel in der Wolfenbütteler Innenstadt stattfinden. Die Beratung rund um das Thema Baby und Elternschaft richtet sich vorranging an benachteiligte Familien. Die Babysprechstunde wird jeden ersten Montag im Monat für rund zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr durch eine Familien-Kinderkrankenschwester angeboten. Dafür kooperiert das DRK mit der Fachstelle Frühe Hilfen, eine Abteilung des Jugendamts des Landkreises Wolfenbüttel. Am heutigen Mittwoch unterzeichneten beide Einrichtungen die Kooperationsvereinbarung.

„Im Eberts Hof vereinen wir viele soziale Beratungs- und Versorgungsangebote. Bereits jetzt unterstützen wir finanziell schwache Mütter aus Wolfenbüttel, die ihr erstes Baby erwarten, mit dem Projekt „Tafel packt Babytasche“. Mit der Babysprechstunde soll das bestehende Angebot für diese Zielgruppe niedrigschwellig im Rahmen einer Beratung in Fragen zur Pflege, Ernährung und Gesundheit der Säuglinge ergänzt werden“, erklärte Aline Gauder, hauptamtliche Leitung des Eberts Hof.

Das Angebot ist für die Familien gedacht, die bereits die Babytasche im Eberts Hof beziehen oder zur Tafel kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Beim Abholen der Babytaschen im Eberts Hof werden die Eltern auf das kostenlose Angebot aufmerksam gemacht.

„Für eine gesunde Entwicklung von Kindern ist das frühzeitige Erkennen von psychosozialen Belastungen rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung. So können wir die Bedürfnisse und Sorgen von jungen Familien erkennen und sie unterstützen. In einem persönlichen Gespräch können wir bei Bedarf auch auf weitere Angebote der Frühen Hilfen hinweisen“, sagte Bernd Retzki, Dezernent für Schule, Jugend und Soziales im Landkreis Wolfenbüttel.

„Eltern können hier alle Fragen zur Ernährung, etwa zum Stillen, zu Beikost oder Folgemilch stellen aber auch zu Schwierigkeiten beim Schlaf des Kindes und Fragen zur körperlichen oder motorischen Entwicklung“, so Tanja Lüning. Die Familien-Kinderkrankenschwester arbeitet als Fachkraft in den Frühen Hilfen.

Die Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Wolfenbüttel informiert und berät Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern und vermittelt ggf. weitere Hilfen. Die Angebote haben das Ziel, Kindern eine gute Entwicklung zu ermöglichen und Eltern im Alltag zu unterstützen. Zu den Angeboten gehören die Baby-Begrüßung, die Koordination von Familienhebammen, Beratungen für Eltern mit Babys und Kleinkindern und Sprechstunden für (werdende) Eltern im Klinikum Wolfenbüttel so wie im Eberts Hof. Mehr unter www.lkwf.de/frühehilfen
 

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